Zwei Online-Kurse, 57 Blogartikel, erste Business-Kontakte und neue Freundschaften. Zwei Filmserien geschnitten und Sichtbarkeit auf Linkedin, Facebook und Instagram. Ist das alles, was 2023 war? Nein!

Spannend waren für mich die inneren Prozesse, als ich im Januar 2023 in die Online-Welt gestartet bin, grün hinter den Ohren und excited.

Komm gerne mit auf meine Reise, wenn du künstlerisch-musikalisch-kreativ-filmische Abenteuer gern hast.

Wenn du Teilnehmerin eines meiner Kurse warst, freue ich mich besonders. Ich plane weitere Begegnungen in 2024.

Das waren meine Ziele für 2023

  • Ziel 1: Ich trete mit meinen 10 deutschen Songs auf und nehme ein Album auf —> Ich habe ein Onlinekonzert gegeben und bin mit den deutschen Songs in einer Kneipe aufgetreten. Das Album war noch nicht dran.
  • ✅ Ziel 2: Ich gebe einen erfolgreichen OnlineKurs —> „Bring deine Songs auf die Bühne“ und „Songwriting um persönlich zu wachsen“
  • Ziel 3: Ich ziehe um und wachse in der Liebe —> Ja, ich bin mit meinem Partner in eine Wohnung in Steglitz gezogen.
  • 🟨Ziel 4: Ich schneide einen Langfilm und TV-Serien —> Ich habe vier Folgen Krimiserie und fünf Folgen Kinderserie geschnitten.
  • 🟨 Ziel 5: Ich verbringe Zeit offline —> Ja, ich habe Zeit offline verbracht, aber es war mir zu wenig.
  • Ziel 6: Ich bin fokussiert und flowe —> Ja, ich war fokussiert und oft im Flow.

Mein Jahresrückblick 2023

Startschuss in die Online-Welt und was dem vorausging

Dieses Jahr war mein Startschuss in die Online-Welt. Mein ECHTER Startschuss. Dem gehen einige kleine Experimente voraus, von denen ich gleich erzähle. Aber zuerst möchte ich hervorheben, dass die Online-Welt verrückt ist und wir alle, die wir uns auf dieser Online-Unternehmer*innen-Reise befinden auf unsere Weise verrückt sind. Denn wir arbeiten mit Worten auf digitalem Untergrund und wir sprechen mit bewegten Bildern im Zoom.

Woher ich das weiß, dass das ein bisschen gaga ist? Ich habe mir unsere Vorfahren vorgestellt und sie gefragt. Sie finden das verrückt!

Wie stehst du dazu?

Für mich ist das ok. Soll es gerne verrückt sein, denn anscheinend gibt es etwas in dieser Online-Welt, das manche von uns sehr erfolgreich werden lässt und andere zumindest zum persönlichen Wachstum bringt.

Ich bin jetzt offiziell Teil dieser Online-Welt. Den 3. Januar 2023 erkläre ich als Stichtag für meinen Eintritt in diesen Persönlichkeits-Stretch. An diesem Tag veröffentlichte ich meinen aller ersten Blogartikel: mein Motto-Artikel für 2023. Das Motto für dieses Jahr lautete: „Klick, ich mach das jetzt einfach„. Inspiriert dazu hat mich Judith Peters in ihrer Community „The Content Society„. Dieser Jahresblogkurs ist mein digitales Schreibzuhause.

Ich weiß noch, wie ich kaum wusste, wo ich anfangen soll zu schreiben, doch nach dem Co-Blogging der Content Society der erste Text plötzlich fertig war. Meine Weichen für 2023 waren gestellt. In meiner 2-Zimmer Wohnung im Maybachufer, Kreuzkölln, Berlin startete ich ins Online-Abenteuer.

Moment!

Das war aber nicht das erste Mal, dass ich die Onlinewelt erkundete und austestete. Diese zwei Online-Starts hatte ich:

  1. 2013 begann ich einen anonymen Blog als U-Bahnfahrerin in Stuttgart. Ich schrieb Gespräche mit und fügte meine Beobachtungen in Momentaufnahmen zusammen: Schneewittchen saß in der Bahn. Es gab eine Kommission, die prüft, wer betrügt. Eine Nonne hatte ihre eigene Fahrstrategie und beim Einkaufen veganger Zutaten rief ein Rewe-Einkäufer zu den Lautsprechern: „Und dafür schlachten wir se. Jawoll“. Eine ältere Dame hatte keinen Bock auf Kegelclub, Schwarzfahrer konnten sich vor punkigen Kontrolleurinnen nicht rausreden. Am Weihnachtsmarkt gab es relativ viele Leute, die jemandem leid taten. Es tauchten Werkzeugmänner auf, die Glühbirnen sofort wechseln, wenn sie ausgehen, aufgetakelte Teenies, die fragten, ob man Shahrukh Khan kennt und sogar eine waschechte Liebeserklärung, die nicht so schien als würde sie zu everlasting love führen. Ein Trinker in der U12 gab Gesellschaftskritik zum Besten und und und und…. Von den Geheimagenten ganz zu schweigen und den immer wieder nur halb mitgekriegten Sätzen, die ich gerne ganz gehört hätte. Ich schrieb alles mit. Ich war ein Spitzel. Und ich genoss es, meine Welt den 7 Freund*innen mitzuteilen, die meine Bahn-Erzählungen abonniert hatten. Das machte mich happy. Doch als die Stuttgart Verkehrsgesellschaft plötzlich Wind von meinem Treiben bekam, bewarb sie mich auf ihrem Facebook-Account und ich hatte plötzlich 400 Besucher auf der Seite. Ich verschwand von der Bildfläche und tauchte erst wieder auf, als 2020 die Pandemie ausbrach und ich großes Mitteilungsbedürfnis entwickelte: Wir sind Profis unserer Katastrophe. Der zweite Weltkrieg und wir. Und weißt du, was? Es kostet mich schon ein bisschen Überwindung das hier zu veröffentlichen, denn die Art wie ich die Menschen für meine Geschichten verobjektiviert und mir angemaßt habe, sie zu interpretieren, würde ich mich heute nicht mehr trauen. Aber ich betrachte meinen ersten Blog heute als Teil meiner Geschichte. Es fühlte sich damals stimmig an, diesen Blog zu führen. Frühs auf dem Weg zur Arbeit schrieb ich live in mein Notizbuch die Gespräche, am nächsten Morgen tippte ich meine Sätze ab und am Abend in der Bibliothek bearbeitete ich das digital. Es war ein Kreislauf, eine Routine, die mich während der Ausbildung zur Mediengestalterin Bild/Ton belebte.
  2. September 2016. Mein zweites Onlineabenteuer. Ich verteilte Flyer meines Unternehmens in Stuttgart-Möhringen und Vaihingen. Darauf kam mein aller erstes selbst entwickeltes Angebot direkt in die Briefkästen potentieller Kundinnen. 500 Flyer und Postkarten verteilte ich und zurück kam: nichts. Ich hatte eine Website zu meinem Angebot erstellt und sogar ein von der Arbeitsagentur als tragfähig eingestuftes Businesskonzept entwickelt, aber das, was ich verkaufen wollte, war Banane. „Dachbodenfilm“ hieß mein Angebot. Es beinhaltete, dass ich die alten Aufnahmen von Familien digitalisiere und zu einem unterhaltsamen Film schneide. Was mit 799€ etikettiert war, würde mich 1-2 Wochen beschäftigt halten. Ein Glück kaufte es niemand und ich erstellte „nur“ einen 20minütigen Film für die Familie einer Freundin, als Übung. Obwohl ich damals keine Verkäufe erzielte, kann ich sagen, dass es mich sehr viel gelehrt hat, z.B. über Finanzplanung, Ausdauer und Elan. Ich war sogar an einer Hochzeitsmesse und habe versucht, Filme von Hochzeitspaaren für die Hochzeit zu verkaufen. Das endete in meinem ersten Kundenanruf, den ich völlig perplex eine Woche nach der Messe erhalten hatte.
Ein Flyer von 2016, als ich mein erstes Online-Business „versuchte“ 😉

Zwischen diesem Online-Versuch 2016 und heute liegen sieben Jahre Filmprojekte in der Kino- und Serienwelt für Deutschland und die Schweiz. Immer mal wieder träumte ich davon, noch etwas anderes zu haben, etwas Lukratives, in das ich meine gestalterischen Fähigkeiten investieren konnte.

Doch meine Idee selbst etwas zu verkaufen, verschwand im Hintergrund bis —

— im November 2022 der dreitägige Online-Workshop „Make 2023 your best year yet“ von Sigrun kam. Als ich der isländischen Business-Ikone, aufmerksam zuhörte, war mein Traum wieder voll da. In meinem Kopf kreierte sich eine wilde Sammlung von Ideen, was ich online anbieten könnte. Ich dachte an Kurse für

  • den positiven Einsatz von Sprache
  • wildes Singen von Herzen
  • Herzensmelodien
  • eine Dating-Community
  • Handysucht-Bekämpfung
  • Erfolgreichsein in der Filmbranche
  • und und und

Als ich im Januar meine Website in die Welt brachte, wusste ich erstmal gar nicht über was ich schreiben will. Ich hatte mich nach dem Workshop mit Sigrun für „Kickstart Your Business“ angemeldet, einem Kurs, in dem ich von Januar bis März einen Online-Kurs kreieren und geben würde. Und seit ich diese Chance gebucht hatte, spielte ich im Geiste PingPong mit Ideen, welches Thema mein Kurs haben würde.

Wollte ich etwas für die Filmschaffenden kreieren oder etwas Musikalisches verwirklichen?

Ich war lost vor lauter Ideen, doch dann fühlte ich den starken Ruf, ein Online-Instagram-Konzert zu geben. Und alle anderen Gedankenschleifen durften erstmal stoppen.

Meine Lieder waren fertig. Es war Zeit sie zu präsentieren.

Mein erstes Online-Konzert. 10 deutsche Songs

Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne singe und eigene Lieder schreibe. Immer wenn mich jemand auf eine Möglichkeit aufmerksam macht oder mir direkt eine Auftrittsmöglichkeit anbietet, bin ich zur Stelle und singe meine Lieder.

Anfang 2023 saß ich auf meiner Couch und überlegte. Wann war ich denn eigentlich das letzte Mal auf der Bühne? Und warum habe ich die 10 neuen deutschen Songs, die ich 2021 und 22 geschrieben habe noch gar nicht aufgeführt?

Ich sah zu meinem E-Piano herüber, das ich erst vor einem Monat wieder aus einem toten Winkel der Wohnung hervorgeholt hatte und wusste es nicht. Ich hielt mich ein bisschen für bekloppt. Weil ich ein so schönes „Hobby“ habe, so schöne Songs schreibe und die Mehrzahl davon niemand kennt.

Schluss.

Ich beschloss meinen 10 neuen Songs eine Möglichkeit zu bieten in die Welt zu kommen. Wie? Das wusste ich nicht, doch ich wusste, dass wenn ich gar nichts machte, würden sie nirgendwohin kommen.

Ich ging auf Instagram Live, um meine Entscheidung mitzuteilen: Dieses Jahr kommen meine Songs in die Welt!

Anfang des Jahres fühlte es sich für mich sehr fern an, meine Songs auf die Bühne zu bringen. Auf mein Aufruf in Instagram reagierte eine Freundin aus Hannover, dass sie ein Yoga-Studio kenne, in dem ich vielleicht auftreten könne. Doch ich meldete mich nicht bei dem Kontakt.

Heute am 18.12.23 sitze ich im Zug und schreibe dieses Kapitel meines Jahresrückblicks. Die Sonne scheint und der Bahnkaffe schmeckt schon wieder gut. Warum schreibe ich eigentlich Songs?, frage ich mich.

Diese Frage habe ich dieses Jahr an meine Community weitergegeben. Ich fragte: „Was bedeuten dir deine Songs?“ Ich gebe an dieser Stelle zu: Es hat niemand an der Aktion teilgenommen. Sie war ein wenig unkonkret, meine Reichweite nicht groß genug oder die Frage einfach zu heftig. Aber ich habe selber ein Video aufgezeichnet, in dem ich die Frage beantworte. Und ich sag dir, jetzt wo ich in diesem Zug sitze, auf dem Weg in die Heimat im Main-Spessart, weiß ich gar nicht, was ich in diesem Video für Antworten gegeben habe. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich schlüssig anhörte.

Meine Antwort heute:

Ich mache Musik, um mich zu verbinden. Meine Lieder können etwas bewirken. Sie können berühren. Anfang Januar fühlte mich plötzlich sehr geizig,weil ich sie für mich behielt.

Ein Zusammenhang ist mir dieses Jahr klar geworden: Je weniger ich selber Musik mache, desto mehr reflektiere ich darüber. Wenn es eine Sache gibt, die mich beim Musik machen noch begeistert sind es die ganzen Mechanismen, die dafür sorgen, dass wir Musik machen oder dass wir es bleiben lassen.

Und als ich Anfang dieses Jahres entschied: Ich mach jetzt einfach ein Instagram-Online-Konzert, fühlte ich mich mit einer bitzelnden Energie von Freude verbunden.

Es öffnete sich eine Tür.

Ich würde nicht länger warten bis eine Auftrittsmöglichkeit zu mir kam. Ich würde selbst ein Online-Konzert organisieren und geben.

Und so legte ich ein Termin fest und postete eine Konzert-Ankündigung. Ich wollte drei Lieder spielen, 20 Minuten Konzert. Und hatte noch eine Woche um zu üben und Menschen einzuladen. Meine Einstellung war: Hauptsache, es kommen ein paar Leute, von denen ich sicher weiß.

Die Tage bis zum Konzert waren aufregend.

Meine musikalische Seite habe ich bisher mehr für mich ausgelebt. Ich war als Studentin in Marburg auf der Open Stage, habe montags Jazzlieder in der Jazzbar „Cavete“ gesungen. Ich war in einem Jazz-Chor.

Aber mit eigenem Programm bin ich nur ein paar Mal in meinem Leben auf die Bühne: immer dann, wenn mich jemand gefragt hat, ob ich auftreten wolle. Einmal 2011 im „Club L“ in Würzburg, einmal 2016 bei „Ackertunes“ in Stuttgart, auf einem alternativen Stadtacker-Event. Und dreimal mit meinem Musikpartner Kai.

Es fühlte sich empowernd an, diesmal alles selbst kreiert zu haben: die Songs, den Rahmen, den Abend!

Als der Tag kam, war ich voller Freude und Energie. Ich machte das Setting schön, zog unterschiedliche Outfits an und entschied mich für eines. Es war ein wirbliger Tag, aber als das Konzert nahte wurde ich ruhig und gelassen. Ich wusste, was zu tun war.

Über diesen Tag habe ich meinen zweiten Blogartikel verfasst. Ich meditierte kurz vor dem Konzert und realisierte: Das ist es! Ich würde im Feburar einen Kurs geben, der zeigte, wie man ein Online-Konzert vorbereitete, bewarb und gab. (Spoiler: es wurde dann doch ein anderer Kurs)

Online Live Konzert

Es gab diesen einen Moment, als ich vor dem Insta-Live-Button saß. Alles war ready für das Konzert. Mein Spirit, meine Setlist, meine Stimme. Ein kurzer Gedanke blitzte auf: „Was wenn ich es jetzt doch nicht mache?“ Doch das war keine Option und meine klare Antwort war: „Wenn ich es jetzt nicht mache, mach ich’s nie“.

Ich drückte auf Record und ein*e Zuschauer*in nach der anderen trudelte ein. Bekannte Gesichter und ein paar Newbies. Ich begrüßte Freund*innen, Bekannte und Unbekannte. Ich war erfüllt. Es war genau der Rahmen, in dem ich Verbindung aufbauen und mir einen wunderbaren Mix aus Singen und Erzählen aufbauen konnte. Mehr als 20 Menschen waren da und schrieben liebe Worte in den Chat. Menschen, die ich ewig nicht gesehen habe und von denen ich gar nicht wusste, dass sie meine Storys verfolgen, haben sich Zeit genommen am Sonntag abend, um meine Songs zu hören. Ist das nicht schön?

Und gleichzeitig spürte ich, wie viel schöner noch es wäre, wenn wir uns sehen könnten. Deswegen versuchte ich im Konzert dieses Bild zu kreieren, als säßen in Wahrheit alle in meinem Wohnzimmer bei einem Wohnzimmerkonzert.

Dieses Konzert war historisch für mich und jetzt, wo ich darüber schreibe, hier im Zug, realisiere ich, wie historisch. Denn es führte mir nicht nur damals vor Augen: Hey, Tanja, mach Musik! Sondern auch heute! Denn im Laufe des Jahres, leitete ich zwar zwei Online-Kurse an, in denen Teilnehmer*innen in den Flow für ihre eigenen Songs kommen konnten, aber meine eigene Musik war … ja was war sie? Gestoppt, zweitrangig oder einfach nicht prioritär?

Es hat mich sehr erfüllt, meine Lieder zu singen. Und das vorrangig, weil ich spürte, dass ich andere damit berühre. Es ist für mich sehr wesentlich, dass ich mit meiner Musik etwas in Gang setze und nur wenn ich vor Augen habe was dabei in Gang setze macht es für mich Sinn, damit aufzutreten. Ansonsten reicht es mir, für mich Musik zu machen. Auch schön.

—– ich muss aussteigen… Bamberg

— ich bin wieder eingestiegen, in den RE Richtung Frankfurt. Ich bin jetzt in Bayern und sieze die Menschen —

Wenn du auch Musik machst, kennst du das vielleicht. Musik spielt im Leben immer mal mehr oder weniger eine Rolle, aber immer wenn sie da ist, vibriert die Welt.

Online-Kurs Adventure: Das ist der eigentliche Zauber des Kurskreierens

Mitte 2022 schrieb mir meine Mentorin Nadine Kühn eine Nachricht auf Instagram: „Vielleicht gibt es ja etwas, was du unterrichten möchtest!“ In meinem Kopf sofort die Antwort: Nö! Ich klickte auf den Link und wurde auf einer Website gefragt, ob ich einen Online-Kurs erstellen möchte.

Ich saß gerade am Klavier und schrieb an einem Song. Kurz überlegte ich, ob es nicht doch etwas gab, was ich unterrichten könnte. Ich war Filmeditorin und dachte sofort daran, ich müsste dann zeigen, wie man Filme schneidet. Darauf hatte ich keine Lust, denn Filme schneiden ist für mich ein intuitives Fest, das für mich damit erklärt ist: „Du musst einfach fühlen, was in den Film gehört und das rein schneiden. Punkt“.

Das kann kein ganzer Onlinekurs sein. Und ehrlich: Lust darauf Software wie Avid Media Composer, Davinci Resolve oder Premiere Pro zu erklären, fehlte.

Ich antwortete Nadine: „Ich weiß nicht, was. Ich glaub nicht.“

Doch das Thema Online-Kurs blobbte wieder auf. Klar, das muss ja passiert sein, denn 2023 gab ich zwei Online-Kurse.

Ende 2022, als ich gerade fünf Folgen „Schloss Einstein“ in Leipzig geschnitten hatte, fühlte ich, dass da etwas ist, das ich erleben will. Ich wollte nicht zurück nach Berlin gehen und das Jahr einfach ausklingen lassen. Es war November und ich voller Lust, mich aus der Reserve locken zu lassen. Ich wusste: Jemanden an meiner Seite haben, der mich herausfordert brachte mich näher zu mir und meinen Visionen.

So entschloss ich ein weiteres 12 Wochen Mentoring von Nadine zu buchen und mich voll in die 1:1 Energie zu begeben. Ich komme in Kontakt mit meiner Essenz in dem Raum, den Nadine für mich als Coachee hält. Und tatsächlich gruben wir eine Sehnsucht frei, die sehr wohl etwas unterrichten möchte. Nicht nur „irgendetwas“, sondern Leidenschaft, Flow und Leichtigkeit.

Ich buchte „Kickstarter“ bei Sigruns Team und Ende Januar ging es los. Ich spürte, dass ich Filmschaffenden helfen wollte, im Zyklus des Projekthabens und -nichthabens selbstbewusst und fokusssiert zu bleiben und ihren Wert in Gagenverhandlungen hochzuheben, zu wahren und schätzen. Ich wollte für Filmschaffende da sein, vorrangig für Filmeditorinnen wie mich.

Doch dann hatte ich das Online-Konzert und spürte: Nein, gerade ist etwas anderes dran. Etwas, das ebenso wichtig ist. Die Musik. Das Konzert hat mir gezeigt, dass Musik alles ändert, mit einem Schlag und dass Musik machen jeder musikalischen Frau zugänglich sein darf. Für den ersten Moment wollte ich einen Kurs geben für Songwriterinnen, die ein Instagram-Online-Konzert geben wollten, wie ich. Als ein Abenteuer. Ich finde das noch heute eine gute Idee.

Insgesamt ist ja vieles eine gute Idee. Die Frage ist nur: was ist jetzt dran und was fühle ich mich genau jetzt berufen zu tun? Vor allem am Anfang meiner Reise, waren Gedanken wie: Was ist am lukrativsten, was wollen die Leute, irgendwie zweitrangig gewesen. Was ich möchte und was meine potenziellen Kursteilnehmerinnen möchten – das muss einfach zusamengehen. Und wenn es das im ersten Moment nicht tut, muss ich tun, was ich tun muss.

Das war im Januar „Bring deine Songs auf die Bühne“, mein erster Online-Kurs. Wenn du das vorige Kapitel dieses Jahresrückblicks gelesen hast, weißt du, dass genau diese Aufforderung nicht nur meinen Teilnehmerinnen galt, sondern auch mir! ICH wollte meine Songs auf die Bühne bringen.

Ich spürte, ich gehe hier selbst auf Entdeckungsreise, was mich aufhielt, auf die Bühne zu gehen, was die Themen sind, die noch in mir schlummern.

Meine Flyer für den Kurs.
Meine Flyer für den Kurs.

14 Teilnehmerinnen hatte ich in diesem Kurs. Sie lernten bei mir, wie sie sich frei schreiben, sich ein Musikbett erschaffen, in das sie eigene Melodien setzen. Sie lernten, wie sie mit Konkurrenzdruck umgehen, sich sichtbar in der Welt machen, angefangen im Freundeskreis und der Offlinewelt. Sie lernten, sich vertrauen und ihre Schüchternheit anzunehmen. Es war ein Kurs, der mich vor 10 Jahren transformiert hätte. Damals, als ich mich nach Open Stage Auftritten so entblößt fühlte, dass ich nachts träumte, ich wäre nackt gewesen und Leute hätten ALLES sehen können.

Es gab einen Teil in mir, der diesen Kurs nachholen wollte. Ich war auf Erforschungsreise und das Coole war, ich hatte 14 musikalische Frauen mit mir, die auch auf dieser Reise waren und die Transformation mitmachten. Allein ihre Anwesenheit und ihr Committment beflügelte meine innere Kreatrix jede Woche genau zu wissen, was als nächstes dran ist. Das ist der eigentliche Zauber eines Online-Kurses. Man wächst nicht nur alleine sondern zusammen.

Und ja, ich bin ein paar Schritte voraus und doch: Ich sitze im selben Boot. Das Thema ist auch meins. Ich habe als Kind und Teenager viel gesungen, doch ich bin damit nicht auf die Bühne. Es ist nicht positiv besetzt gewesen, damit auf die Bühne zu gehen. Wenn du das kennst, weißt du, dass es Arbeit ist, die Musik für sich zu gewinnen und zu genießen. Doch wenn sie erstmal da ist, wieder integriert, wie gesagt: da vibriert die Welt. Oder? Schreib dich gern in meinen Newsletter, damit du beim nächsten Kursadventure dabei bist.

In meinem Kurs „Bring deine Songs auf die Bühne“ haben 2 Teilnehmerinnen ihren neuen Song bei einem Abschlusskonzert präsentiert. Ich war stolz, sehr stolz auf die beiden, und auf mich. Eine von den 2 hat in meinem Kurs sogar ihren ersten Song geschrieben, was mir gezeigt hat: es geht! Und das ohne Musiktheorie, allein mit dem Gefühl für das Eigene. Sicher spielt hier auch eine Rolle, dass Melina ein besonders kreatives, multi-interessiertes Feuerwerk ist.

Zwischen diesem Kurs und dem nächsten lagen fünf Monate und um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, ob ich es nochmal wiederholen würde, denn parallel zum zweiten Kurs schnitt ich auch „Schloss Einstein“, weitere fünf Folgen dieses Jahr. In Leipzig. Es war die sog. SOMBA Summer School, die den Rahmen für diese zweite Kurs-Kreation lieferte.

Während ich im Juni/Juli/August die WAPO Berlin schnitt, haben sich viele Bilder in meinem Kopf zusammengesetzt. Ich verband den Filmschnitt mit dem Leben, verglich die Art, wie ein Film entsteht mit der Art wie sich das Leben zusammensetzt und stellte fest: Entscheidungen fällen ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben. Denn im Schneideraum trainiere ich meinen Entscheidungsmuskel. Wer schneidet entscheidet! Am laufenden Band! Im Juni-Rückblick Ich bin wieder filmreif habe ich darüber geschrieben.

Und obwohl mich so viele Allegorien erreichten, wie Filmschnitt das Leben vereinfachen kann, entschied ich mich im August für einen weiteren Songwriting-Kurs. Das war das eine. Und das andere ist: Ich entschied mich überhaupt einen weiteren Kurs trotz Vollzeit-Filmschnitt in Leipzig zu geben. Denn ich wusste, das würde leicht sein. Währen dich Filme schneide, bin ich so im Entscheidungsmodus, dass Entscheidungen in Bezug auf den Kurs leichter von der Hand gehen, leichter als wenn ich Zeit habe.

Ich hatte mich gefragt, ob das meine Leidenschaft bei Schloss Einstein schmälert oder mich ablenkt. Doch ich wusste ja: der Online-Kurs selber braucht nicht viel. Der Perfektionismus, die Scheu vor Entscheidung, irgendein immaterieller Bammel – diese Dinge fressen die Zeit. Und verbunden mit der Energie, die beim Schneiden eher zu meinem Leben dazukommt als von ihr genommen zu werden, würde dieser Kurs leicht von der Hand gehen.

Genauso ist es gekommen. „Songwriting um persönlich zu wachsen“ wurde ein Ort für 64 Teilnehmerinnen, sich zu entfalten und das Songschreiben als Tool zu erfahren, um persönlich zu wachsen. Und ich wuchs mit.

Jeden Sonntag kreierte ich ein neues Modul, 4 Wochen lang. Ich wusste stets, wie es weitergeht und nahm intutitv die Videos auf. Es war ein learning by doing und enjoying by doing. Getragen hat mich der Gedanke: Wenn es mir nicht leicht von der Hand geht, wird es mir sowieso nicht langfristig Freude machen, Kurse zu geben. Also lasse ich mal lieber darauf ein, es easy zu nehmen.

Wenn es eins gibt, was ich an meinen zwei Online-Kursen erkenne, dann das: Was ich selbst mal erfahren wollte, biete ich an. Und: Das macht wahnsinnigen Spaß!

Glutenunverträglichkeit adé – nie gehabt oder geheilt?

Eine Jazz-Chorkollegin fragte mich 2012 bestürzt, ob alles in Ordnung sei. Ihr war aufgefallen, wie stark ich abgenommen hatte. Das hat mich sehr überrascht. Ich hatte das nicht als etwas „schlechtes“ verbucht. Doch ich hatte ständig Hunger, obwohl ich mich üppig ernährte. Ich war müde und unausgeglichen.

Nach einem Bluttest empfahl mir ein Arzt auf Gluten zu verzichten, es einfach zu probieren. Und siehe da: Es ging mir besser, ich wurde fit. 11 Jahre lang lebte ich daraufhin glutenfrei. Ohne Ausnahme. Ich bin rigoros, wenn ich von etwas überzeugt bin.

Meine erste Backware nach 11 Jahren.

Und dann kam der Februar 2023 und mein Freund sagte: „Lass das nochmal abchecken.“

Genau das tat ich. Und siehe da: der Arzt sagte, ich solle direkt ein Brot kaufen gehen, denn es gäbe keine Anzeichen für eine Glutenunverträglichkeit. Meine Vermutungen waren dreierlei:

  1. Ich hatte nie eine Glutenunverträglichkeit in dem Sinne. Es hatte mir damals einfach gut getan, mich glutenfrei zu ernähern.
  2. Die intensiven Meditationen nach Joe Dispenza, die ich nun seit drei Jahren konsequent am Morgen praktiziere, heilten mich. oder
  3. Die sechs Leberreinigungen, die ich 2021 und 2022 durchführte, habe dazu geführt.

Ich habe keine Antwort darauf, was es am Ende gewesen ist, aber ich vermute, es war eine Mischung aus allen drei Aspekten. In meinem Blogartikel Meine Expedition zurück habe ich darüber ausführlicher geschrieben.

So, was sage ich nun nach 10 Monaten Wieder-Gluten-Essens? Ich sage, es geht mir ausgezeichnet. Am Anfang war es ein bisschen wuchtig, die Backwaren, die ich alle quer beet austestete zu verdauen, aber mit der Zeit und einem humaneren Konsum erlebte ich eine große Bereiung. Nie wieder fragen, was im Essen drin ist (außer beim Inder wegen Linsen), nie wieder ständig vorsorglich selbst versorgen. Ich bin sehr sehr happy!

Diese neue Glutenverträglichkeit ermöglicht mir das Angebot von „Too Good To Go“ exzessiv zu verwenden. Das ist eine Plattform, bei der Bäckereien, Restaurants und Cafés übrig gebliebene Lebensmittel zum reduzierten Preis anbieten. Meist gibt es Backwaren zu retten. Probiere es doch mal aus, wenn du in einer größeren Stadt wohnst und dieses Angebot dort genutzt wird. Du siehst in der APP, ob es Anbieter in deiner Nähe gibt.

Meine Filmschnitt-Projekte 2023 und warum ich keine Überstunden hatte bei WaPo Berlin und Schloss Einstein

2023 war das zweite Jahr, in dem ich Serien schneiden durfte. Wenn ich zurückblicke auf meine Zeit als Schnittassistentin, in der ich zufrieden damit war, technischer Support eines kreativen eingeschworenen Schnittteams zu sein, schaue ich heute versonnen aus dem Fenster und bin froh, selber der kreative Part zu sein.

Als Schnittassistentin habe ich das Drehmaterial technisch aufbereitet, als Filmeditorin schneide ich es. Schnitt ist für mich eine Zusammenführung meiner kreativen Talente. Ich darf chaotisch sein im Schneideprozess. Es ist sogar einer der wenigen Orte, an dem chaotisch sein, hübsche Ergebnisse erzielt.

Doch es bleibt nicht beim Chaos. Denn zum Glück habe ich eine Sehnsucht nach Klarheit und Ordnung. Meine Art Material zu sichten und meinen Schnittprozess zu gestalten, ist genau so wie es meine chaotisch-strukturierte Coexistenz an Fische- und Jungfrau-Anteilen braucht. Und oben drauf kommt eine Portion Vertrauen in meine Fähigkeiten, Vertrauen in das Material und Wertschätzung an die Regie und die Crew.

Ich stelle mich in den Dienst des Filmes und der Vision und habe damit eindeutig mein Ikigai des „Kreierens um des Dienens willens“ erfüllt.

Dieses Jahr durfte ich meine chaotisch-strukturierte Schnittleidenschaft auf die WaPo Berlin und auf Schloss Einstein loslassen.

Ich erinnere mich sehr gut, wie ich mit einem Regisseur am Schneidetisch saß und ihm den neuesten Schnitt einer Folge präsentierte. Es handelte sich um eine Schloss Einstein Folge, die besonders wichtig war und bei der es nach dem Rohschnitt noch gefühlt „soooo viel“ zu tun gab. Wir hatten tags zuvor besprochen, welche Ideen im Raum sind, was gekürzt, was verschachtelt und was ergänzt werden darf. Und ich hatte am Vormittag alles umgesetzt.

So saßen wir an diesem Nachmittag im Schneideraum und ich drückte auf Play. Was dann geschah, erfüllt mich sehr. Der Regisseur spiegelte mir: Ich hatte alle Ideen intuitiv umgesetzt, mehr als wir besprochen hatten. Die Folge war fertig, perfekt und spannend und all die Arbeit, die der Regisseur noch dachte, die gemacht werden müsse, war plötzlich verpufft. Alles, worüber er die Nacht über gegrübelt hatte, wie man denn diesen oder jenen Moment geschickt zusammenführen könnte, war einfach gelöst worden. Durch mich!

Verblüffenderweise kam es mir nicht wie eine Neuheit vor, dass ich meinen Job gut machte. Das war meine große Erkenntnis daran. Denn noch vor einem Jahr bei der Soko Wismar war ich mir sehr wohl nicht sicher, ob es gut war, was ich mache und ich war sehr abhängig vom Zuspruch der Regie.

Dieses Jahr war das erste Jahr, in dem ich mich so stark fühlte, dass ich mich komplett in den Dienst der Filme stellen konnte und bei Herausforderungen angespornt war statt direkt daran zu zweifeln, dass ich eine gute Filmeditorin bin. So gab es bei der Kinderserie eine von zwei Tanzszenen, die sehr wohl im ersten Moment nicht funktionierte. Und dann war auch noch verlangt, einen Splitscreen zu erstellen. Etwas, für das ich zweierlei empfand: 1. Widerwillen. 2. Excitement.

Ich entschied mich für das Excitement und verhandelte einen weiteren Schnitttag: einen Tag, an dem ich mich voll und ganz auf diesen Schnitt konzentrieren konnte. Am Ende war es ein Vormittag, an dem ich mich mit vorbereitet gutem Mindset ans Werk machte und genau das erreichte, was ich in dieser Zeit wollte: eine Tanzsequenz mit Splitscreen zaubern, die so gut war, dass sie nicht nur die Regie, sondern die ganze Produktion und Redaktion des Kika überzeugte.

Wichtige Sequenzen wie diese Tanzszene werden gerne Zeitfresser, wenn man in eine Schleife von Korrekturen gerät. Wenn mehrere Leute überlegen, wie die Editorin eine holprige Sequenz zum Laufen bringen könnte, beginnen persönliche Wünsche an die Sequenz wichtig zu werden und am Ende kann es sein, dass eine Liste von Vorschlägen zum Spießrutenlauf wird, weil nicht alle Vorschläge umgesetzt werden können und die eine Veränderung, den Schnitt verschlimmbessern kann.

Ich wusste schon vom ersten Tag meines Schloss Einstein Schnitts, dass diese Tanzsequenz wichtig war. Alle waren gespannt darauf und ich wusste von vergangenen Produktionen, dass die Tanzsequenzen gerne mal für Überstunden sorgen. Aber ich wusste auch, dass es bei mir nicht so sein würde.

Wie entspannt ich Schloss Einstein dieses Jahr schnitt, hat mich selbst verblüfft. Ich sorgte dafür, dass ich voll in meinem Element war und rechtzeitig abends aus dem Schnittraum kam, um mich mit Freizeit aufzutanken. Ich kümmerte mich um meine Worklivebalance und war dadurch produktiver, als wenn ich Überstunden machte.

Im Jahr davor, 2022, war ich angespannt und hoffte so sehr, dass ich alles gut machte, dass ich lieber abends noch ein bisschen länger blieb. Ich brauchte viel Meditation morgens und abends, sowie Yoga, um dieses Pensum aufrecht erhalten zu können. Doch die Erfahrung am Schluss, dass ich doch alles entspannt und gut abliefern konnte, hat mir gezeigt: diese Überstunden hätte es nicht geben müssen!

Im Wapo Berlin Schneideraum

Ich hatte 2022/23 wieder einen Coach an meiner Seite und mehr Gelassenheit in mein Leben gelassen. Es ist tatsächlich enorm, wie viel Energie frei wird, wenn die Lust am Schneiden ungehindert in dem Schnittprozess aufgehen kann. Wenn eine angemessene Gage aufs Konto fließt und wenn Wertschätzung im Raum ist.

Diese Art Bedingungen können selbst kreiert werden. Wer vertraut mit dem Gesetz der Anziehung ist, weiß das.

Und wer vertraut mit dem Gesetz der Anziehung damit werden möchte, kann gerne „The Secret“ als Einstieg gucken oder direkt zu mir in ein kostenfreies Erstgespräch kommen.

Auch bei der Wapo Berlin habe ich mit Regisseur Markus Adrian eine sehr erfüllende Zusamenarbeit erlebt.

Aktivismus für die Filmbranche: Gagenmut-Podcast, Gagen-Strategiegespräche und BFS Städtebeauftragte

Während ich online mit meinen Songwriting-Kursen voranschritt und immer die Vision vor Augen hatte, musikalische Frauen dazu zu animieren, sich im Songwriting auszuprobieren, habe ich parallel meine Themen als Filmeditorin in die Welt gebracht.

Es war mir stets wichtig, als Filmschaffende Grenzen zu setzen, um so eine ideale Worklivebalance zu begünstigen. Als Dozentin für den Kompaktkurs Schnittassistenz hab ich zwei Dozententage zum Thema „Grenzen setzen für die Worklivebalance“ und „Gagenverhandlungen“ gegeben. Das war sehr erfüllend.

Ich habe für den BFS Filmschnitt Verband ein Social Media Konzept erstellt und wurde Teil des Städtebeauftragten-Teams in Berlin. Als solches werde ich 2024 weiter in der Gestaltung von Jour Fix Treffen aktiv und neue Mitglieder begrüßen. Ich bin sehr happy seit 2016 im Verband zu sein und seit diesem Jahr Städtebeauftragte zu sein.

Podcast für Filmeditoren

Mein Podcast „Gagenmut & Flow“ war dieses Jahr mein Startschuss in die Podcast-Welt. Meine Mission ist es ganz klar, mich einzusetzen für

  • Gagenverhandlungen als Tool um persönlich zu wachsen. Ich möchte all die limitierenden Glaubenssätze aufspüren, die sich rund um die Verhandlung, das Grenzen setzen und die Auftragslage ranken und bin sehr gespannt, wie sich das nächstes Jahr zusammensetzen wird.
  • Grenzen setzen für die Worklivebalance
  • in den Flow kommen von Kreativen für die Worklivebalance
  • das Tool „Vertrauen“ um in den Flow zu kommen
  • die Besinnung darauf, was wirklich wichtig ist im Leben

Ich glaube diese Dinge hängen alle zusammen, um in der Film- und Kreativbranche erfüllt anzukommen und immer wieder zu realisieren: Hey, so einfach kann es sein!

Dieses Jahr habe ich eine Aktion gehabt. 100 kostenfreie Gagen-Strategieggespräche für Filmschaffende und Kreative.

Am Ende waren es nicht 100, aber doch einige, so dass ich Gespräch für Gespräch mehr erfuhr, was der Kern davon ist, warum (nicht) verhandelt wird und was alles damit einhergeht. Eine erste Erkenntnis kann ich schonmal teilen: Ob verhandelt wird, hängt nicht zwingend mit der Angst zusammen, ob man den Job kriegt oder nicht. Es gibt manigfaltig mehr Gründe. Ich erforsche das weiter und präsentiere sukzessiv die Ergebnisse.

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Die Blogdekade und wie die KI sie für mich möglich machte

In 10 Tagen 10 Blogartikel schreiben. Das war die verrückte Challenge im August. Parallel dazu schnitt ich noch die WaPo Berlin. Die einzige Chance, dass dieses Unterfangen möglich ist, war durch eine Kombination aus

  • frühs Brainstormen per Sprache
  • Transkribieren meines Brainstorms mit der Recording-App
  • mittags Reinpacken des Transkripts in Chat GPT mit der Bitte, meine Ideen zu strukturieren
  • kurz Brainstormen mit Chat GPT
  • abends den Blogartikel schreiben, unterstützt von Chat GPT

Der erste Blogartikel in der Dekade war die Songkreatrix.

Die Blogdekade war Teil meiner Reise mit der KI. Diese Challenge hat mich dafür geöffnet zu gucken, was möglich wird, wenn ich sie einbinde.

Mein Chat GPT Jahr – einmal hin und zurück zu mir

am Schreiben

Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

  • Gebt Online-Live-Konzerte – ein Empowerment für Musiker:innen war mein zweiter Blogartikel überhaupt. Es hat mir sehr viel bedeutet, mein Onlinekonzert Revue passieren zu lassen und ein Empowerment für Musikerinnen daraus zu machen, auch ein Onlinekonzert zu geben. Ich weiß noch, dass ich diesen Artikel sehr gefühlt habe.
  • Eigene Songs schreiben: so startest du in dein Songwriting ist mein allererster Cornerstone-Artikel. Er wandert allmählich das Google-Ranking hoch, wird aber noch nicht viel geklickt. Das liegt auch daran, dass es in dem Artikel eigentlich darum geht, wie du ohne Musiktheorie in den Flow fürs Songwriting kommst, ich aber mit dem Keyword „eigene songs schreiben“ und „songs schreiben“ mit allen Artikeln geführt werde, die das Songwriting behandeln. Meine Besonderheit kippt irgendwo hinten über. Aber das ist okay. Ich schreibe diesen Cornerstone 2024 ein wenig um.
  • Was will ich als Sängerin, Kreative und Filmeditorin bewirken? war mein Beitrag zu Judiths „Blog Your Purpose“-Challenge und hat mich auf meiner Reise zu dem, was ich wirklich machen möchte, einen Jump voran gebracht. Ich schätze diesen Artikel und lese manchmal nochmal rein, um mich zu rebooten und auf meine eigentlichen Ziele auszurichten.

Mein Jahr 2023 in Zahlen

  • Verfasste Blogartikel: 57
  • Neue Freebies: 1 (Dein erster Song in 10 Tagen)
  • Online-Kurse: 2 (Bring deine Songs auf die Bühne + Songwriting um persönlich zu wachsen)
  • Instagram-Follower: @tanjazilgmusik von 170 auf 340, @tanja.zilg von 130 auf 170 (Klicke auf die Bilder, um zum Instagramkanal zu gelangen)
von 170 auf 340
von 130 auf 170

Was 2023 sonst noch los war

Meine leere Wohnung am Maybachufer ist bereit für neues Leben.
Ich bin mit meinem Partner nach Steglitz gezogen. Hier unterwegs nach Stuttgart, zum The Content Society Live.
Das Nashorn habe ich von meinem Vater. Es hilft mir mich durchboxen. Eigentlich nicht meine Art, aber das Nashorn sagt: „Mach, sonst —„

Meine Ziele und Projekte für 2024

Eins ist riesengroß nächstes Jahr: Ich werde umsatzsteuerpflichtig. Bisher habe ich in 7 Jahre (!) Gebrauch von der Kleinunternehmerregelung gemacht. Wie das gehen kann, dass ich sieben Jahre lang Kleinunternehmerin bin? Ich arbeite als Editorin immer auf Lohnsteuer! Das ändert sich zwar 2024 bei den großen Serien- und Filmprojekten nicht, aber alles, was ich künstlerisch und als Lehrerin anbiete, mache ich auf selbstständiger Basis. Alle Online-Kurse, Eins-zu-eins-Beratungen und auch der Schnitt von Online-Kursen und Reels.

Du bist eine Unternehmerin und möchtest deinen Schnitt auslagern? 2024 schneide ich deinen Onlinekurs oder deine Reels

Eine weitere für mich fulminante Veränderung: Ich teile mein Jahr in 4 Abschnitte auf und nehme mir jeden 12-Wochen-Abschnitt neue Meilensteine privat, beruflich, gesundheitlich, freundschaftlich, in der Liebe und in der Wohnung vor. Diese plane, gestalte und prüfe ich anhand der Methode, die ich gerade in dem genialen Buch „Das 12-Wochen Jahr“ lese.

  • Ich schneide weitere tolle Kriminal- und Kinderserien. Ich schneide auch Onlinekurse, Reels und tobe mich mit den Möglichkeiten der KI aus.
  • Ich schreibe, um persönlich zu wachsen. Denn während ich schreibe, beflügle ich mein Denken und finde Klarheit. Kennst du das von dir? Die Schätze liegen im Kopf und es ist als bergen wir sie. Wenn ich lange genug schreibend nach unternehmerischen und privaten Lösungen fahnde, werden meine next steps klar! Und plötzlich habe ich einen Blogartikel verfasst oder einen Workshop kreiert.
  • Ich singe, um persönlich zu wachsen. Denn Singen bringt mich ins Herz. Und wenn 2024 eines sein soll, dann herzlich, warm, liebevoll. Singend reflektieren öffnet andere Türen. Nicht auszudenken, was tägliches Schreiben & Singen bewirken können. Deswegen erfahre ich es ab jetzt. Hab schon angefangen.
  • Ich gebe weitere Online-Kurse. Zu Gagenverhandlung, dein Leben als Film und Songwriting. Das sind die inhaltlichen Ideen und was als erstes und nächstes dran ist erfahre ich schreibend und singend.
  • Ich gebe regelmäßige Q&As, die dazu dienen, einfach in den Austausch zu kommen. Sie sind offen sind für alle, die mit mir und meinen Themen resonieren. Komm gerne in meinen Newsletter, um an diesen Happenings teilzunehmen.
  • Ich gebe 100 Gagen-Strategiegespräche und Emergencycalls für akute Verhandlungen. Die Möglichkeit diese Art Quick Fix 1:1 bei mir zu buchen, ermögliche ich bereits im Januar. Eins sei gesagt: Seine Gage oder sein Gehalt höher zu verhandeln zahlt sich nicht nur monetär aus sondern auch als persönliche Weiterentwicklung.
  • Ich lebe mein Ikigai. Das ist: Kreieren fürs Connecten & Dienen.
  • Ich wiederentdecke das Puzzlen. Puzzeln bringt mich in den Moment. Ich sehe nur die Teilchen und verschreibe mich der Aufgabe sie zu einzusetzen.
  • Ich setze mich als Städtebeauftragte des Bundesverband Filmschnitt Editors e.V. für die Neumitglieder ein. Wenn du Editor*in bist, melde dich. Dann können wir darüber reden, welche Türen sich für dich beim BFS öffnen.
  • Ich meditiere abends UND morgens. Bisher habe ich seit zwei Jahren jeden Morgen nach Joe Dispenza meditiert. Ich switsche nun, meditiere morgen in der Still und am Tag oder abends ausführlich angeleitet. Zum Visualisieren der Zukunft.
  • Ich experimentiere weiter mit Chat GPT und Formen der KI.
  • Mein Motto für 2024: Gamification! Fürs Connecten.

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Wie wäre es: Du schreibst einen Song! Und das in 10 Tagen. Ganz ohne Musiktheorie:

Ich freue mich dich zu begleiten!

17 Comments

  1. tolle Reise, danke fürs Mitnehmen. Im Filmschnitt war ich auch mal tätig.. Lang ist es her. Ich spüre in den letzten Jahre sehr deutlich, wie sich alles was ich je gemacht habe zu Einem Ganzen zusammenfügen.
    Ein bißchen spiegelt dein Artikel auch davon..AllesLiebe Susanne

    1. Mensch, wie interessant. Du warst auch im Filmschnitt tätig? Und alles fügt sich bei dir zusammen. Das freut mich sehr. Vielen Dank, dass du mir das geschrieben hast, liebe Susanne! Alles Liebe auch dir!

  2. Liebe Tanja, ich gratuliere dir von Herzen für deine fantastischen Erfolge, die du in diesem Jahr erzielt hast! Und dann warst du noch die erste, die ihren tollen Jahresrückblick fertig hatte! Wow! Hut ab und weiterhin viel Spaß und Herzensfreude in deinem Tun!

    1. Vielen Dank, liebe Karin! Ich freue mich von dir zu hören und nehme deine Glückwünsche gerne an. Es ist schon eine spannende Reise. Ich wünsche Dir auch alles Gute und viel Freude bei all deinem Sein!

  3. Liebe Tanja, was für ein schöner inspirierender Jahresrückblick. Der Artikel ist wunderbar zu lesen und du inspirierst durch deine Leidenschaft, man spürt, dass du für das brennst, was du tust. Danke dafür. Ich habe im letzten Jahr mehrfach darüber nachgedacht, meine Leidenschaft, das Coachen, aufzugeben. Die Gedanken waren aber immer nur sehr flüchtig. Du hast mich jetzt noch einmal bestärkt. Life-Coaching ist mein Dauerbrenner, ich weiß, dass ich Menschen weiterbringe. Mein Thema 2024 wird sein: Wie schaffe ich es, die Online-Welt und mich in ein gutes Team zu verwandeln. Menschen mit Energie, Klarheit und Lebensfreude zu erfüllen, das werde ich niemals aufgeben. Musik macht Menschen glücklich und du machst es genau richtig. Das Puzzeln ist nicht so ganz meins, 🙂 aber es ist auch eine Art von Meditation. Ich koche und mache Yoga, Meditation in Bewegung, das passt zu mir. Ich schaue mal in deinen Newsletter, denn das nächste Konzert möchte ich unbedingt hören.

    1. Liebe Eva,
      ich bin mir sicher, du verwandelst die Online-Welt und dich in ein traumhaftes team.
      Es freut mich sehr, von dir zu hören und dass du genau das mit mir teilst. Du hältst den Raum für deine Coachees. Das ist so Gold wert!
      An Konzerten ist geplant: ein Format mit Singen, Meditieren & Manifestieren. Zum Mitklingen.
      Schöne Feiertage und einen guten Beschluss, liebe Eva! Vielen Dank für deine Nachricht!

  4. Liebe Tanja,
    bei dir war ja ganz schön was los! Wow – wahnsinn was du in einem Jahr alles auf die Beine gestellt hast.
    An dein Instagram Konzert erinnere ich mich noch gut … Schön wars!
    Ich wünsche dir ganz ein tolles 2024 – an Ideen fehlt es dir ja nicht ;).
    Liebe Grüsse,
    Edith

    1. Liebe Edith,
      wie schön, du warst beim Konzert dabei!
      Es war ein tolles Erlebnis!
      Vielen Dank für deine Nachricht. Ich wünsche dir auch ein super Jahr 2024!
      Lieben Gruß,
      Tanja

  5. Wow! Was für ein Jahr bei dir! Danke, dass du uns mit auf die Reise durch dein Jahr und die ersten Schritte im Online Business mitgenommen hast.

    Ursprünglich bin ich über die Musikbranche in die Selbstständigkeit geschlittert (quasi vom Fan zur Bandmanagerin und daraus hatte sich eine Booking-Agentur entwickelt). Ich weiß wie „planlos“ viele das Thema Musik-Business angehen und ich feiere es, dass du da unterstützt!

    Wünsche dir jetzt noch einige entspannte Tage bis zum Jahreswechsel und einen guten Rutsch ins Jahr 2024!

    1. Liebe Claudia,

      vielen Dank für deine Worte! sehr gerne. Spannend, dass du in der Musikbranche warst, mit Booking Agentur. 🤗

      Ich hab letztes Jahr ein Booking Bootcamp besucht und hab nun Knowhow fürs Booking und kann das an meine Coachees weitergeben.

      Ich unterstütze vor allem diejenigen musikalischen Seelen, die Musik als Hobby in ihre Welt bringen wollen. Weniger Business, mehr Musik um persönlich zu wachsen und zu heilen. 🤗

      Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr.

      lieben Gruß
      Tanja

      P.S.: Ich hab gesehen, dass du nächstes Jahr einen Podcast launcht. Großartig!!!!

  6. Liebe Tanja, dein Jahr klingt so aufbauend und spannend – das Interview mit Judith habe ich bis zum Ende geschaut, weil du so sympathisch und mitreissend erzählst! Wenn alles zusammenkommt, was für ein Gefühl! Ich selbst habe lange darauf gewartet, seitdem ich mit euch in der TCS blogge, sieht es nun auch danach aus.
    Ich wünsche dir guten Start im 2024 und freue mich auf mehr von dir – Gruss, Susanne

    1. Liebe Susanne,

      awww vielen lieben Dank für deine Worte! Ja wenn alles zusammenkommt, entwickelt sich ein Sog.
      und der reißt alle mit. 🤗

      Bei dir kommt auch alles zusammen. das klingt ja fabelhaft. schön dass wir gemeinsam in der TCS bloggen 🙏

      Bis bald im CoBlogging oder beim TCS Live in Stuttgart

      lieben Gruß
      Tanja

    1. Hallo Anna-Maria,

      das ist ja spannend! Als was hat dein Bruder mit gedreht?
      war er ein Darsteller oder Crewmitglied?
      die Welt ist echt klein

      Ich habe Mal einen Film geschnitten und dann auch erfahren, dass das Kind von der Freundin einer Freundin da mitgespielt hat. okay. Das ist über ein paar Ecken. aber es war ein interessanter Moment für meine Freundin, das weitergeben zu können. und für mich auch.

      Alles Gute auch für deine Yoga und Pilates Welt

      lieben Gruß und bis bald
      Tanja

  7. Liebe Tanja, vielen Dank für deine inspirierende Reise durch das Jahr 2023. Dein Weg berührt und beeindruckt mich sehr, wie du ihn beherzt gehst. Dein Singen gehört definitiv auf die Bühne, es darf ruhig mehr sein, das nach draussen geht. Mir gefällt besonders wie du mit deiner kreativen Kraft verbunden und unterwegs bist, mit allem was du tust. Es war sehr schön deinen Jahresrückblick 2023 zu lesen. Herzlichst Gertrud

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