Lampenfieber ist ein natürlicher Teil des Auftrittsprozesses und viele Künstlerinnen und Künstler erleben es vor einer Performance. Du bist nicht allein! Egal, ob du eine erfahrene Performerin oder ein Neuling auf der Bühne bist, es ist normal, dass du dich vor einem Auftritt nervös fühlst.

Aber was genau ist Lampenfieber? Und welche Techniken und Strategien kannst du nutzen, um mit deiner Aufregung umzugehen? In diesem Glossar findest du einige nützliche Begriffe und Konzepte, die dir dabei helfen können, dich mental und emotional auf deine Bühnenpräsenz vorzubereiten und dein Bestes zu geben. Von Affirmationen und Anker bis hin zu Visualiserung und Zielsetzung – lass uns gemeinsam Lampenfieber besser verstehen und bewältigen.

Affirmationen

Affirmationen sind positive Aussagen, die du dir selbst sagt, um das Selbstbewusstsein zu stärken und positive Gedanken zu fördern.

Wenn du vor einem Auftritt nervös bist, kannst du dir sagen „Ich schaffe das“ oder „Ich bin gut genug“. Durch die Wiederholung dieser positiven Aussagen kannst du dein Denken und Handeln beeinflussen und selbstbewusster und entspannter auftreten. Es ist wichtig, dass die Aussagen realistisch und für dich selbst stimmig sind, damit du sie auch wirklich glaubst und annehmen kannst.

Alter Ego

Ein Alter Ego ist eine fiktive Identität, die eine Person annimmt, um in einer bestimmten Situation selbstbewusster oder erfolgreicher aufzutreten.

In Bezug auf Lampenfieber können Musiker:innen ein Alter Ego annehmen, um ihre Nervosität zu überwinden und auf der Bühne souveräner zu wirken. Zum Beispiel kann eine schüchterne Musikerin ein selbstbewusstes, furchtloses Alter Ego annehmen, um auf der Bühne zu glänzen. Es kann helfen, Ängste und Unsicherheiten zu überwinden und die Konzentration auf das Wesentliche zu lenken. Ein Alter Ego sollte jedoch nicht verwechselt werden mit Unechtheit oder Betrug – es geht darum, die Version von dir zu kreieren und zu leben, die Lampenfieber nicht nur bewältigen sondern sogar für sich nutzen kann.

Anker

Ein Anker ist ein positiver Gedanke, ein Bild oder ein Ton, das mit einem Gefühl von Ruhe und Sicherheit verbunden ist.

Beim Anker geht es darum, einen Auslöser oder eine Situation zu nutzen, um sich in einen bestimmten mentalen Zustand zu versetzen. Zum Beispiel kannst du dir vorstellen, dass du jedes Mal, wenn du ein besonderes Lied hörst oder eine spezielle Atemübung machst, ein Gefühl der Ruhe und Entspannung spürst. Dadurch kannst du den Anker nutzen, um dieses Gefühl auch in anderen Situationen zu erreichen, in denen du gestresst oder ängstlich bist. Wenn du vor dem Auftritt, deinen „Anker wirfst“, kannst du dich emotional stabilisieren und dein Lampenfieber verändern.

Angst

Ein unangenehmes Gefühl, das viele Menschen erleben, wenn sie vor anderen auftreten müssen.

Unmittelbar vor dem Auftritt, kannst du als Musikerin ein unangenehmes Körpergefühl bekommen, das mit Nervosität, Unruhe und Anspannung einhergeht. Es ist wichtig zu lernen, wie du mit dieser Angst umgehst, um trotzdem auf die Bühne gehen zu können. Du kannst sie sogar nutzbringend einsetzen, denn Lampenfieber kann in Maßen wachsam und konzentriert machen. Hilfreiche Tools sind Atemübungen, Entspannungstechniken und Visualisierung, aber auch eine simple Reinterpretation von Angst in „Aufregung“. Statt zu sagen „Ich hab Angst“, sagst du „Ich bin excited“.

Breathwork

Übungen, die dazu beitragen können, Lampenfieber zu reduzieren, indem du dich auf das Atmen und Entspannen konzentriert.

Eine kontrollierte Atmung kann helfen, das Lampenfieber zu reduzieren und die Konzentration zu verbessern. Atemübungen sind eine Bereicherung für das Bühnenerlebnis, aber auch für alle Herausforderungen deines Lebens. Sie funktionieren am Besten, wenn du sie als Routine in dein Leben integriert hast, sodass sie im entscheidenden Moment einen erdenden Effekt auf dich haben. Damit kannst du dich auf deine Stimme und deinen Auftritt fokussieren.

Aufregung / Excitement

Eine positive Form von Nervosität, die Energie und Aufmerksamkeit steigern kann.

Aufregung kann eine positive Energiequelle sein, die dir ermöglich, eine großartige Leistung zu erbringen. Es ist jedoch wichtig, deine aufregenden Gefühle zu kanalisieren, um ein unkontrolliertes Zittern und schnelle Atmung zu vermeiden. Eine bewusste Konzentration auf die Musik kann dir dabei helfen, aufregende Gefühle in positive Energie umzuwandeln. Und denk daran: Es ist normal, sich aufgeregt zu fühlen.

Bauchgefühl

Ein instinktives Gefühl, das man im Bauch spürt und helfen kann, Entscheidungen zu treffen.

Das Bauchgefühl hilft, eine Verbindung zur Musik und zum Publikum aufzubauen. Musikerinnen können lernen, auf ihr Bauchgefühl zu hören, um zu wissen, was sie in entscheidenden Momenten emotional brauchen. Es hilft auch eine authentische und engagierte Performance zu liefern. Du kannst Zugang zu deinem Bauchgefühl erhalten, indem du deine Augen schließt, eine Hand auf deinen Bauch legst und versuchts, dein Bauchgefühl wahrzunehmen und so sein zu lassen, wie es ist. Die Verwendung von Atemtechniken erleichtert dies.

Bewältigungsstrategie

Eine Methode, um mit Lampenfieber umzugehen, indem man sich auf das Positive konzentriert und sich selbst beruhigt.

Musikerinnen können Strategien entwickeln, um mit Lampenfieber umzugehen, wie z.B. Atemübungen, Entspannungstechniken und positive Selbstgespräche. Auch die Herausbildung eines Alter Egos kann dir bei Lampenfieber enorm helfen. Es ist wichtig, die für dich passende Strategie auszuarbeiten und sie für dich zu üben, um dich vorbereitet und selbstbewusst zu fühlen.

Bühne

Der Ort, an dem man vor anderen auftritt, um Musik zu spielen oder eine Präsentation zu halten.

Die Bühne kann Musikerinnen Angst machen, aber auch eine Quelle der Inspiration sein. Größe, Beschaffenheit und Nähe zum Publikum spielen hierbei eine Rolle. Wichtig ist, dass du dich auf die Musik konzentrierst und in deinen Flow kommst. Dann kannst du auf jeder Bühne autreten und dich mit deinem Publikum verbinden.

Blackout

Blackout ist ein Zustand, in dem man plötzlich vergisst, was man tun oder sagen soll.

Für Musikerinnen kann das bedeuten, dass sie auf der Bühne vergessen, welcher Song als nächstes gespielt wird, welche Noten sie spielen sollen oder welche Textzeilen sie singen müssen. Ein Blackout kann durch Lampenfieber, Stress oder Angst verursacht werden. Um Blackouts zu vermeiden, können Musikerinnen verschiedene Techniken anwenden, wie zum Beispiel Entspannungsübungen. Wenn ein Blackout dennoch auftritt, ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Man kann versuchen, sich an den letzten Punkt zu erinnern oder eine kurze Pause zu machen, um sich zu sammeln.

Entspannungsübungen

Methoden, um sich zu entspannen und das Lampenfieber zu reduzieren.

Entspannungsübungen können dir helfen, das Lampenfieber zu reduzieren und die Konzentration zu verbessern. Wenn du dir als Musikerin eine Routine mit Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation aufbaust, kannst du dir damit vor bevorstehenden Auftritten einen Anker setzen.

Erfahrung

Das Sammeln von Wissen und Fähigkeiten durch wiederholtes Auftreten auf der Bühne oder bei Präsentationen.

Erfahrung kann helfen, das Lampenfieber zu reduzieren. Zum einen, weil du mit der Erfahrung sicherer wirst, zum anderen, weil du weißt, was auf dich zukommt. Es ist in dem Zusammenhang wichtig, auf deine Erfolge zurückzublicken und dich daran zu erinnern, wie du Lampenfieber in der Vergangenheit bewältigt hast und dadurch schöne und erfolgreiche Momente auf der Bühne erfahren konntest.

Erfolg

Ein positives Ergebnis, das durch eine gute Vorbereitung und eine angemessene Reaktion auf Lampenfieber erzielt wird.

Der Erfolg hilft dir, dein Selbstvertrauen zu stärken und deine Angst zu reduzieren. Wenn du deine Erfolge feierst, kannst du dich leichter daran erinnern, dass du großartig bist. Was dabei auch hilft ist Freudenfreude mit anderen.

Feedback

Rückmeldungen von anderen Personen, die helfen können, die eigene Leistung zu verbessern

Das ist die Rückmeldung, die du von anderen Personen über deine Leistung erhältst. Es ist wichtig, dir Feedback anzuhören, um zu lernen und zu wachsen. Dabei gilt: Nimm Feedback als Chance wahr dich weiter zu entwickeln. Nimm dir das zu Herzen, was dir selbst sinnvoll erscheint und übersetze dir das Feedback in eine praktische Umsetzung. Geschmäcker sind verschieden und am Ende bist du diejenige, die entscheidet, was gut für dich ist.

Fehler

Fehler sind Dinge, die wir falsch machen oder die nicht so funktionieren, wie wir es uns vorgestellt haben.

Fehler sind ein natürlicher Bestandteil jeder Aufführung und können durch Lampenfieber verstärkt werden. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass selbst die besten Musikerinnen Fehler machen. Das Wichtigste ist, wie man mit Fehlern umgeht. Eine gesunde Einstellung dazu ist, sie als Lerngelegenheit zu sehen und nicht als Versagen. Es kann hilfreich sein, Strategien zu entwickeln, um Fehler zu minimieren, wie z.B. Fokus, Mentaltraining oder das Spielen in langsamerem Tempo. Letztendlich kann es helfen, sich daran zu erinnern, dass das Publikum oft gar nicht bemerkt, wenn ein Fehler gemacht wird, solange die Aufführung insgesamt überzeugend ist.

Fokus

Konzentration auf ein bevorstehende Ereignis und die Vorbereitung darauf.

Fokus ist die Fähigkeit, sich auf eine bestimmte Sache oder Aufgabe zu konzentrieren und Ablenkungen zu vermeiden. Im Kontext von Lampenfieber hilft es dir, den Fokus auf die Musik und deine eigenen Fähigkeiten zu legen, anstatt dich von Ängsten und Zweifeln ablenken zu lassen. Eine Möglichkeit, den Fokus zu verbessern, ist regelmäßiges Üben, um Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen. Auch Entspannungsübungen oder Atemtechniken können helfen. Es ist wichtig, den Fokus auf das zu richten, was in diesem Moment wichtig ist, um erfolgreich zu sein: die Bühne und dein Auftritt.

Flow

Flow ist ein Zustand, in dem du dich voll und ganz auf die Musik konzentrierst und alles um sich herum vergissst.

In diesem Zustand fühlst du dich energiegeladen und glücklich. Wenn Musikerinnen in einem Flow-Zustand sind, können sie ihre Musik ohne Ablenkungen spielen oder singen. Sie fühlen sich selbstbewusst und haben das Gefühl, dass ihre Musik mühelos fließt. Im Flow vergisst du dein Lampenfieber. Du bist so bei der Sache, dass du gar keine Zeit hast, dir Sorgen zu machen.

Freudenfreude

Freudenfreude bezieht sich auf die Fähigkeit, die Freude und das Glück anderer Menschen zu teilen und zu genießen.

Du kannst deine Nervosität und Angst verringern, indem du dich auf das Vergnügen und den Genuss konzentrierst, den das Publikum an deiner Aufführung hat. Wenn du dich auf diese Freude konzentrieren, achtest du weniger auf Perfektion oder Fehler. Auch kannst du selber Freudenfreude für andere Musiker:innen empfinden, die eventuell am selben Abend auftreten und verstärkst so deine eigene Freude an der Musik an sich. Du hilfst dabei eine freudenfreudige Community in der Musikbranche zu gestalten.

Herzrasen

Herzrasen ist ein Zustand, bei dem das Herz schneller schlägt als normal.

Herzrasen ist ein häufiges Symptom von Lampenfieber bei Musikerinnen. Es beschreibt einen beschleunigten Herzschlag, der sich oft unangenehm und belastend anfühlt. Wenn das Lampenfieber einsetzt, erhöht sich die Aktivierung des sympathischen Nervensystems, was zu einer Freisetzung von Adrenalin und einer Erhöhung der Herzfrequenz führen kann. Das Herzrasen kann Musikerinnen das Gefühl geben, die Kontrolle zu verlieren und kann die Performance beeinträchtigen. Es kann jedoch auch als positiver Hinweis auf Aufregung und Vorfreude interpretiert werden. Es ist wichtig, angemessene Techniken zu nutzen, um das Herzrasen zu kontrollieren und damit umzugehen, um die bestmögliche Performance abzuliefern. Dazu können beispielsweise Atemübungen und Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation beitragen.

Improvisation

Die Fähigkeit, spontan und flexibel zu sein, um auf unerwartete Ereignisse zu reagieren.

Das ist die Kunst, in einer spontanen und kreativen Weise auf der Bühne zu agieren. Es hilft, wenn du gut auf deinen Auftritt vorbereitet bist, aber auch so flexibel agieren kannst, dass du auf unvorhergesehene Situationen reagieren und spontane Einfälle berücksichtigen kannst. Improvisationen haben etwas Unmittelbares, das dein Publikum verzaubern kann. Es bietet dir darüber hinaus die Möglichkeit, Blackouts charmant zu inszenieren.

Kindheitserlebnis

Erfahrungen aus der Kindheit, die Auswirkungen auf die Fähigkeit haben können, mit Lampenfieber umzugehen.

Deine Erfahrungen in der Kindheit können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf dein Lampenfieber haben. Positive Erlebnisse wie eine erfolgreiche Aufführung in der Schule haben dein Selbstvertrauen gestärkt. Negative Erlebnisse wie ein peinlicher Auftritt vor anderen Kindern oder eine negative Bewertung können Ursache für ein verstärktes Lampenfieber sein. Es ist wichtig, dir bewusst zu machen, wie Kindheitserlebnisse das Lampenfieber beeinflussen. Darin liegt ein großes Wachstumspotential, denn Kindheitserfahrungen können reinterpretiert werden und sich so anders auf die Gegenwart auswirken.

Körpersprache

Die Art und Weise, wie du dich auf der Bühne bewegst und wie du mit dem Publikum interagiert.

Körpersprache bezieht sich auf die Art und Weise, wie dein Körper während einer Präsentation oder Performance spricht. Deine Haltung, Gestik, Mimik und Bewegungen verraten dir und deinem Publikum, wie du dich fühlst. Bei Lampenfieber hilft es manchen Musiker:innen, bewusst auf ihre positive Körpersprache zu achten, um sich selbst zu stärken und Selbstvertrauen auszustrahlen. Andere Musikerinnen irritiert es eher, auf aufrechte Körperhaltung, ein freundliches Lächeln und offene Gesten zu achten. Wenn du lernst, deine Körpersprache zu verstehen, lernst du auch, was du im entscheidenden Moment des Auftritts brauchst, um selbstbewusst und mit einem guten Gefühl aufzutreten.

Vorbeugung

Maßnahmen, um Lampenfieber zu vermeiden oder zu reduzieren, bevor du auftrittst.

Es gibt viele Dinge, die du tun kannst, um Lampenfieber zu vermeiden oder zu reduzieren. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung können helfen, Stress abzubauen und den Körper und Geist zu stärken. Es kann auch hilfreich sein, sich ausreichend Zeit für Proben und Vorbereitungen zu nehmen und sich gut auf das Konzert oder den Auftritt vorzubereiten. Manche Musikerinnen finden auch Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation hilfreich, um ihre Nerven zu beruhigen.

Medikamente

Verschreibungspflichtige oder rezeptfreie Medikamente, die das Lampenfieber reduzieren können.

Es gibt Medikamente, die Lampenfieber reduzieren können. Es ist jedoch wichtig, vor der Einnahme von Medikamenten mit einem Arzt zu sprechen, um mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zu vermeiden.

Mentaltraining

Schulung der Fähigkeit, das Denken und die Vorstellungskraft zu nutzen, um Lampenfieber zu überwinden.

Das ist eine Technik, bei der du deine Gedanken und Visualisierungstechniken nutzt, um dich mental auf eine Situation vorzubereiten. Es kann helfen, Lampenfieber zu reduzieren und deine Leistung zu verbessern.

Mentaltraining bezeichnet eine Methode, um die Gedanken und Emotionen zu beeinflussen, um das eigene Verhalten zu verbessern. Es ist besonders hilfreich für Musikerinnen, die unter Lampenfieber leiden. Beim Mentaltraining kannst du dir positive Szenarien vorstellen und dich auf diese Weise mental auf deine Performance vorbereiten. Es gibt verschiedene Techniken, wie zum Beispiel die Visualisierung, Affirmationen oder Entspannungsübungen, die dir dabei helfen. Mein imaginatives Szenarien-Coaching eignet sich sehr gut dafür, dein Lampenfieber zu verstehen und positiv zu verändern. Dabei stärkst du dein Selbstbewusstsein und deine Konzentration auf deine Musik.

Mindset

Denk- und Einstellungsmuster einer Person, die ihr Verhalten und ihre Reaktionen beeinflussen.

Das Mindset beschreibt, wie eine Person auf Herausforderungen, Rückschläge und Erfolge reagiert und wie sie ihre Fähigkeiten und Potenziale einschätzt. Es gibt zwei Arten von Mindset: ein Wachstums-Mindset, das sich auf die Überzeugung konzentriert, dass Fähigkeiten und Intelligenz durch Anstrengung und Erfahrung verbessert werden können, und ein starres Mindset, das dazu neigt, Fähigkeiten und Intelligenz als festgelegt und unveränderlich zu betrachten. Wenn es um Lampenfieber geht, trägt ein positives Mindset dazu bei, dich auf deine Stärken und Erfolge zu konzentrieren. Eine Möglichkeit, ein positives Mindset zu entwickeln, ist das regelmäßige Üben von Selbstgesprächen und die Verwendung von Affirmationen, um dich selbst zu ermutigen und deine Gedanken zu kontrollieren.

Patzer

Patzer ist ein Begriff, der oft für Fehler verwendet wird, die während einer Aufführung oder Performance passieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Begriff nicht unbedingt wertschätzend ist und sich negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken kann. Jeder Musiker oder jede Musikerin kann einmal daneben liegen, das ist normal und menschlich. Es ist jedoch wichtig, sich selbst wertzuschätzen und kleinere Fehler nicht zu groß zu machen. Denn diese können oft von anderen kaum oder gar nicht wahrgenommen werden. Stattdessen solltest du dich auf die nächsten Schritte konzentrieren und dich nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Perfektion

Perfektionismus beschreibt den Wunsch, alles perfekt zu machen, ohne Fehler oder Schwächen zu zeigen.

Dies kann zu hohen Erwartungen an sich selbst und anderen und letztendlich zu Stress und Frustration führen. Es ist wichtig, sich selbst zu akzeptieren und Fehler als natürlichen Teil des Lernens und Wachstumsprozesses zu betrachten. Eine gesunde Balance zwischen dem Streben nach Exzellenz und der Akzeptanz von Fehlern kann dazu beitragen, Lampenfieber mit einer positiven Einstellung zu minimieren.

positive Selbstgespräche

Positive Selbstgespräche sind eine Form der mentalen Vorbereitung auf eine Herausforderung wie zum Beispiel ein Konzert.

Dabei sprichst du dir selbst ermutigende und unterstützende Sätze zu, um dein Selbstvertrauen zu stärken und dein Lampenfieber zu reduzieren. Diese Sätze können z.B. lauten: „Ich kann das!“, „Ich habe hart dafür gearbeitet und bin gut vorbereitet“ oder „Ich vertraue auf meine Fähigkeiten“. Positive Selbstgespräche helfen dir in einer Auftrittssituation selbstsicher und souverän aufzutreten.

Routine

Eine regelmäßige Abfolge von Handlungen, die du etabliert hast und zu deiner Gewohnheit geworden ist.

Eine feste Routine kann helfen, Lampenfieber zu reduzieren. Indem du dich an eine Routine hältst, kannst du dich auf deine Aufgabe konzentrieren und dich sicherer fühlen. Bei Musikern kann eine bestimmte Routine vor einem Auftritt helfen, um dich zu beruhigen. Eine solche Routine kann Atemübungen, das klassische Einsingen und positive Affirmationen beinhalten. Durch das Einüben einer Auftritts-Routine wird auch dein Selbstvertrauen gestärkt, da sie wie ein Anker wirkt und du dich auf deine Techniken verlassen kannst.

Scham

Das unangenehme Gefühl, das entsteht, wenn du meinst etwas Falsches gemacht zu haben.

Scham ist das Gefühl, wenn du denkst, dass du versagt hast und andere über dich urteilen. Es ist wichtig, dich nicht von diesen Gedanken überwältigen zu lassen und positiv zu bleiben. In der Auftrittssituation kann Scham entstehen, wenn du einen Blackout hast und sofort das Gefühl hast, du als Performerin bist nicht gut genug. Es ist okay, Fehler zu machen.

Es ist wichtig, Scham zu erkennen und zu akzeptieren, aber auch daran zu arbeiten, indem du positive Selbstgespräche und das Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten und Stärken förderst.

Selbstvertrauen

Die Überzeugung, dass du in der Lage bist, eine gute Leistung zu erbringen.

Selbstvertrauen hilft, Lampenfieber und Nervosität zu überwinden, indem es ein positives Gefühl der Kontrolle und Sicherheit vermittelt. Ein gesundes Selbstvertrauen kann durch Erfolgserlebnisse und positives Feedback gestärkt werden. Allerdings kann es durch negative Erfahrungen oder Selbstzweifel geschwächt werden. Um dein Selbstvertrauen zu stärken, kannst du gezielte Übungen wie Affirmationen, Visualisierung und Breathwork einsetzen.

Sichtbarkeit

Sichtbarkeit bezieht sich auf die Fähigkeit, von anderen gesehen oder wahrgenommen zu werden.

Wer im Rampenlicht steht und Aufmerksamkeit erregt, ist sichtbar. Sichtbarkeit bezieht sich in einer Auftrittssituation darauf, wie gut du als Musiker:in von deinem Publikum gesehen und wahrgenommen wirst. Dies umfasst sowohl die physische Sichtbarkeit, d.h. ob du als Performer:in auf einer Bühne gut zu sehen bist, als auch die psychologische Sichtbarkeit, d.h. ob du in der Lage ist, die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums auf dich zu ziehen und zu halten.

Es kann sich unangenehm anfühlen, im Mittelpunkt zu stehen und beobachtet zu werden. Aber mit der richtigen Vorbereitung und dem Fokus auf das, was du gut machst, kannst du lernen, dich wohl zu fühlen und selbstbewusst aufzutreten. So stellst du eine Verbindung zu deinem Publikum her. Sei stolz auf deine Leistungen und teile sie mit anderen – es gibt nichts Besseres, als das Gefühl zu haben, dass deine Arbeit und Leidenschaft gesehen und geschätzt werden.

Sorge

Sorge – Die Angst vor einem negativen Ergebnis oder Ausgang.

Im Kontext von Lampenfieber für Musikerinnen kann es bedeuten, dass du dir vor dem Auftritt Sorgen darüber machst, ob du gut genug bist, ob du einen Fehler machst oder wie das Publikum reagieren wird. Diese Sorgen können dazu führen, dass du dich unsicher oder unwohl fühlst und dich nicht voll und ganz auf die Performance konzentrieren kannst. Es ist wichtig zu lernen, mit diesen Sorgen umzugehen und sie in positive Energie umzuleiten, indem du dich auf das Positive konzentriert und dich selbst wertschätzt.

Stimme

Die Stimme ist das akustische Ausdrucksmittel des Menschen.

Die Stimme ist ein wichtiger Bestandteil eines Auftritts als Musikerin und kann bei Lampenfieber eine große Rolle spielen. Die Angst davor, die Stimme zu verlieren oder nicht richtig zu treffen, kann zu Stress führen. Es ist wichtig während des Auftritts bewusst und kontrolliert zu atmen, um die Stimme zu unterstützen und nicht zu überanstrengen. Letztendlich kannst du dir bewusst machen, dass kleine Unregelmäßigkeiten oder Schwankungen in der Stimme normal sind und dem Auftritt eine persönliche Note verleihen können.

Trigger

Auslöser, der unangenehme Erinnerungen oder Emotionen hervorrufen kann.

Dinge wie zum Beispiel eine bestimmte Person im Publikum oder ein bestimmtes Stück Musik, das in der Vergangenheit schwierig war, können ein Trigger sein. Es ist wichtig, Trigger zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen, um das Lampenfieber zu reduzieren. Das kann beinhalten, sich bewusst auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu fokussieren, um das Selbstvertrauen zu stärken, oder bestimmte Atem- oder Entspannungstechniken anzuwenden, um die Nervosität zu lindern.

Publikum

Menschen, die dabei sind und zuschauen, wenn du dich präsentiert.

Für Musikerinnen kann das Publikum eine wichtige Quelle der Motivation und Inspiration sein, aber es kann auch zu Lampenfieber führen. Der Gedanke an das Urteil des Publikums kann dich körperlich treffen. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass das Publikum gekommen ist, um deine Musik zu genießen und dich als Künstlerin zu unterstützen. Es kann hilfreich sein, sich auf die positiven Aspekte der Interaktion mit dem Publikum zu konzentrieren und das Lampenfieber als Teil des künstlerischen Prozesses anzunehmen. Denk an die Freudenfreude.

Versagen

Versagen bezeichnet das Nicht-Erreichen eines gesteckten Ziels oder das Scheitern in einer bestimmten Situation.

Jedes Mal, wenn etwas anders ausgeht als geplant, kann es eine Chance für Wachstum und Entwicklung sein. Anstatt sich auf vermeintliche Fehler oder Mängel zu konzentrieren, kann es hilfreich sein, die Situation als Lernmöglichkeit zu betrachten und sich auf die nächsten Schritte zu konzentrieren. Erwartungen nicht gerecht zu werden hilft manchmal unsere Fähigkeiten und unseren Horizont zu erweitern. Indem du dich auf die positiven Aspekte einer Situation konzentrierst und die eigenen Fähigkeiten schätzt, kannst du dich von der Idee des „Versagens“ befreien und zuversichtlicher in zukünftige Auftrittsituationen gehen. Das lindert auch das Lampenfieber. Es ist wichtig zu erkennen, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind. Es kann helfen, sich daran zu erinnern, dass das Publikum in der Regel nicht so kritisch ist wie man selbst und dass die meisten Menschen Fehler verzeihen und schätzen, wenn man authentisch und leidenschaftlich auftritt.

Visualisierung

Mentale Technik, bei der man sich in Gedanken ein bestimmtes Szenario oder Ereignis vorstellt.

Dies kann helfen, Ängste und Unsicherheiten zu reduzieren und das Selbstvertrauen zu stärken. Als Musikerin kannst du beispielsweise vor einem Auftritt oder einer wichtigen Probe den Ablauf in Gedanken durchspielen und dir positive Emotionen und Erfolgserlebnisse vorstellen. Durch die Visualisierung stärkst du deine positive Wahrnehmung der Situation. Die Technik ist auch einsetzbar für konkrete Ziele, um deren Erreichung zu unterstützen.

Wachstum

Wachstum beschreibt den Prozess der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Veränderung.

Im Zusammenhang mit Lampenfieber geht es darum, die Angst vor Auftritten als Chance zur persönlichen Entwicklung zu sehen. Durch das Überwinden von Herausforderungen und das Sammeln von Erfahrungen kann das Selbstvertrauen wachsen und das eigene Potential erweitert werden. Wachstum erfordert Mut, Ausdauer und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Es ist wichtig, realistische Ziele zu setzen und sich Schritt für Schritt zu verbessern, ohne sich dabei selbst zu überfordern. Wachstum ist ein stetiger Prozess und jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Erfolg.

Wahrnehmung

Die Art und Weiße wie du die Welt um dich herum wahrnimmst und interpretierst.

In Bezug auf Lampenfieber kann Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielen, da sie beeinflussen kann, wie wir uns auf der Bühne fühlen. Wenn wir beispielsweise unsere Umgebung als bedrohlich wahrnehmen, kann dies zu einem erhöhten Stress- oder Angstlevel führen. Positive Wahrnehmungen, wie zum Beispiel das Gefühl, von einem freundlichen Publikum umgeben zu sein, führen hingegen zu mehr Wohlbefinden auf der Bühne. Es ist wichtig, dir bewusst zu sein, wie du deine Wahrnehmungen beeinflussen und positiv gestalten kannst, um Lampenfieber einzugrenzen.

Wiederholung

Etwas immer wieder tun, um besser zu werden.

Wiederholung bezieht sich hier auf das Erleben von ähnlichen Situationen auf der Bühne. Wiederholung kann helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und das Lampenfieber zu reduzieren. Durch regelmäßiges Üben können die Bewegungsabläufe und das Zusammenspiel der Musikerinnen verbessert werden, was zu einem besseren Auftrittsergebnis führt.

Zielsetzung

Sich bewusst Ziele setzen, um etwas zu erreichen und sich motiviert zu halten.

Zielsetzung ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf eine Performance, insbesondere wenn es um das Überwinden von Lampenfieber geht. Durch das Setzen von realistischen und spezifischen Zielen kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren und sich gezielt auf die Aufgabe vorbereiten. Wichtig ist es, sich nicht zu überfordern und kleine, erreichbare Ziele zu setzen, die man dann schrittweise steigern kann. So hilft eine klare Zielsetzung dabei, das Lampenfieber zu reduzieren und das Selbstvertrauen zu stärken.

Zittern

Unkontrollierbare Bewegungen des Körpers, die durch Nervosität ausgelöst werden können.

Zittern ist eine körperliche Reaktion auf Angst und Nervosität, die insbesondere bei Lampenfieber häufig auftritt. Es kann sich in unterschiedlicher Intensität äußern, von einem leichten Zittern bis hin zu einem starken Beben. Es ist wichtig zu verstehen, dass es eine normale Reaktion des Körpers ist und kein Zeichen von Schwäche oder Versagen. Um mit dem Zittern umzugehen, kann man verschiedene Entspannungstechniken wie tiefes Atmen oder Meditation anwenden. Es kann auch hilfreich sein, sich auf die Musik zu konzentrieren und nicht auf das Zittern zu fixieren. Mit der Zeit und Erfahrung kann man lernen, das Zittern zu akzeptieren und es als Teil des Auftritts zu betrachten.

So, ich hoffe, mein Lampenfieber-Glossar hat dir Freude bereitet.

Fehlt etwas? Schreibe gerne in die Kommentare, welcher Begriff deiner Meinung nach noch in das Glossar gehört und ich nehme ihn zeitnah mit auf. Oder schreib mir direkt an tanja_zilg(att)web.de

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