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So wirst du als Hobbymusikerin sichtbar und fühlst dich dabei wirklich gesehen

Plakativ gesagt gibt es zwei Welten: eine Online- und eine Offline-Welt und in beiden kannst du sichtbar oder unsichtbar sein. Oder irgendwo in diesem Spektrum dazwischen. Wo positionierst du dich? Ist Sichtbarkeit und wie du sie erhöhen kannst, ein Thema für dich?

Es gibt Strategien, wie du sichtbar mit deiner Musik wirst und deine Rolle als Musikerin in der Gemeinschaft einnehmen kannst.

In diesem Artikel geht es um deine emotionale Vorarbeit für den Schritt in die Sichtbarkeit.

Sehe, was du brauchst

Eins eint all die wunderbaren Musikerinnen, die sich auf Instagram zeigen: Sie wollen, dass ihre Musik gehört wird. Doch warum wollen sie, dass ihre Musik gehört wird?

Es ist eine Fangfrage und auch wieder nicht. Ich bin Musikerin wie du und kann sagen, wie es für mich ist.

Wir haben etwas Schönes erschaffen, das wir der Welt zeigen wollen. Wir wollen gehört werden.

Damals, als ich am 16. Februar 2021 mein erstes Willkommensvideo auf Instagram aufgenommen habe, wollte ich mich einfach zeigen. Ich wollte zeigen, dass es mich gibt und ich auch Musik mache. Es war mir ein Bedürfnis, gutes Feedback zu bekommen, und meine große Angst war: Wenn ich jetzt neben meinem Privataccount noch einen zweiten Account mit meiner Musik aufmache: Wird dem überhaupt jemand folgen?

Ich kann sagen: Ich brauchte Follower.

Hinter diesem Wunsch steckte aber mehr: Das Bedürfnis nach Zuspruch und Aufmerksamkeit. Und weißt du was? Das ist absolut okay.

Was brauchst du wirklich? Und….

Menge deiner Sichtbarkeit

Tipp: Statt dir so viel Likes und Hörer:innen wie möglich zu wünschen, stelle dir vor, es hören dich z.B. 1000. Ob sie dich hören oder nicht. Das ist egal. Stelle es dir vor und schnapp dir das wohlige Gefühl dabei. Wenn es das ist, was du brauchst: viele Hörer, 1000 Hörer. Dann stell sie dir vor. Und wenn du dich an das Gefühl gewöhnt hast und irgendwann feststellst: Du willst jetzt mehr oder was anderes, dann stell dir 2000 vor oder dich in einer Bühnensituation vor 20, 50 oder 20.000 Leuten. Und vielleicht kommst du dann der Sache näher, was für ein Gefühl du dir wünschst. Frag dich: Was brauchst du wirklich?

Sehe, wo du hin willst

Eine Weile ist es schön, sich zu zeigen und zu experimentieren. Was passiert, wenn ich Videos poste, Fotos poste. Was gibt mir die Welt zurück und wie fühle ich mich dabei? Wie oft wird meine Musik geklickt?

Ort deiner Sichtbarkeit
Wo willst du sichtbar sein?

Wenn du weißt, wohin du mit deiner Musik willst, hast du einen Anhaltspunkt, wie sichtbar du werden willst. Nur die Sichtbarkeit, die du dir vorstellen kannst, ist die Sichtbarkeit, die du erhältst. Deswegen: Es liegt an dir, was du dir vorstellen kannst. Sehe, wo du hin willst.

Du erhältst Kommentare und egal, wie viele Kommentare du bekommst, du kannst trotzdem das Gefühl haben, es könnten mehr sein. Und wenn du dich dabei ertappst, frag ich dich: Wann bist du happy? Was willst du erreichen?

Wohin möchtest du mit deiner Musik? Wie oft willst du gehört werden, auf welcher Bühne willst du stehen?

Wenn du weißt, wo du hin willst, haben die situativen Likes eine andere Bedeutung. Wenn du auf der Bühne stehen willst, ist deine Sichtbarkeit eine andere als Online. Die Sichtbarkeit, die du wünscht, ist die Sichtbarkeit, die du erhältst. Ich sage nicht, dass das von heute auf morgen passiert, aber wenn du stark im Visionieren und Vertrauen bist, wird dein wunderbares Gehirn nach Lösungen suchen, dich dahin zu bringen.

Tipp: Wenn du weißt, wo du hin willst, kannst du dich für kleine Etappenziele feiern und das Gefühl bekommen, auf dem richtigen Weg zu sein, empowert und unabhängig der Sichtbarkeit, die du auf Social Media hast. Das ist eine Energie, die deine Hörer:innen einlädt. Du schenkst ihnen deine Musik.

Wenn du nicht weißt, wo du hin willst und einfach nur „mehr“ Sichtbarkeit wünscht, kannst du keine Etappenziele feiern, denn du hast nie genug. Und deine Hörer:innen wissen nicht, woran sie bei dir sind.

Wohin willst du?

Wie sichtbar willst du sein?

Wenn du dich zeigst, willst du gesehen werden. Die Online-Welt bietet dir die Möglichkeit dich online zu zeigen, wenn du es offline (noch) nicht kannst. Aber es ist ein Trugschluss zu glauben, dass du, wenn du online sichtbar bist offline das Gefühl kriegen wirst gesehen zu werden.

Ich habe Framing Britney Spears – Die Geschichte hinter #freebritney geguckt. Ich empfinde sie als Extrembeispiel einer Sichtbarkeit. Die Doku hat mich daran erinnert, dass Sichtbarkeit etwas anderes ist als das gesehen werden, das wir uns persönlich wünschen: Wir als Mensch werden erkannt und wertgeschätzt durch andere Menschen.

Wir wollen auf eine Art und Weiße gesehen werden, die es ums warm ums Herz werden lässt. Ist eine hohe Klickzahl ein Wärmegefühl? Ja. Eine Euphorie? Ja. Wirst du als Mensch in all deiner Facetten gesehen und wertgeschätzt? [Deine Antwort]

Sehe dich und leb deine Musik sichtbar

Wenn du sichtbar werden willst, weißt was du brauchst und weißt, wo du hin willst, zeige dich, Lass dein Umfeld wissen, dass du Musik machst und was du damit vor hast.

Ist dein Ziel ein Album zu produzieren? Lass dich von deinem Umfeld unterstützen.

Wir wünschen uns manchmal Sichtbarkeit, um uns als Mensch gesehen und geliebt zu fühlen.

Das Schöne ist: sobald wir erkennen und herausfinden, was wir eigentlich brauchen, um uns gesehen und geliebt zu fühlen, dann sind wir bereit wirklich sichtbar zu werden, denn dann können wir uns mit Selbstbewusstsein zeigen.

Ich glaube, auch Du weißt, was du brauchst. Die Antworten liegen alle in dir. Wenn du die Frage „Was brauch ich jetzt?“ vor dem Spiegel laut oder schriftlich beantwortest, erhältst du deine Hinweise. Frage dich „Was brauche ich wirklich?“ bis deine Antworten in die Tiefe gehen.

Ich habe gerade aufgeschrieben: Ich brauche mehr Wasser. Es wäre gut einen Spaziergang zu machen und in die Natur zu gehen. Ohne Handy.

Und das mache ich jetzt. Ich gehe raus. Welchen Schritt unternimmt du heute, um dich und deine Bedürfnisse mehr zu sehen?

Hat dich dieser Beitrag inspiriert, weitergebracht und Fragen bei dir aufgeworfen? Schreibe gerne unter diesem Beitrag. Ich freue mich, von dir zu hören.

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