Bist du eine Online-Unternehmerin, für die es wichtig ist, dass „es sich gut anfühlt“? Für dich ist dieser Blogartikel, denn bei mir ist es auch so. Und ich bin umsetzungsstark. Trotzdem.
Wenn du auf Hustle und Durchziehen stehst, klick lieber weiter. Dieser Text ist nicht für Menschen, die einfach „durchziehen wollen“. Er ist für Unternehmerinnen, die wissen, dass Umsetzung nur dann nachhaltig ist, wenn sie aus innerer Sicherheit entsteht.
Ich nehme dich mit in meinen inneren Prozess, zeige dir, was „radikale Stimmigkeit“ für mich bedeutet (und was nicht) – und wie mir ChatGPT hilft, wenn ich mal out of order bin und trotzdem umsetzen will.
Radikale Stimmigkeit & Nervensystem-Regulation mit ChatGPT
Nicht, worauf ich Bock haben könnte
Ich habe heute morgen nicht gewusst, dass ich diesen Blogartikel schreiben würde. Ich lief durch die frische Januar-Winterluft. Die Sonne fühlte sich warm auf meiner Haut an und ich hatte nur eine Frage im Kopf: „Sag mal, worauf habe ich heute wirklich Bock, umzusetzen?“
Hey, ich bin Tanja, Onlineunternehmerin und setze nur dann wirklich um, wenn es sich stimmig anfühlt. Als CEO meines eigenen Businesses hat es sich für mich bewährt mir abends eine Audio aufzuzeichnen, mit einem Befehl. „Höre dies am Donnerstag“, heißt dann das Audio an mich.
Heute morgen drückte ich auf Abspielen und schaute auf meine Füße beim Laufen. Durch meine Sony-Bluetooth Inear-Kopfhörer hörte ich mich Möglichkeiten aufzählen, was heute dran sein könnte. Und den Befehl: „Fühl mal selbst rein.“
Es war als würde mein Ich von gestern seinen Job nicht machen. Ich war direkt sauer.
Das war doch so abgemacht: Mit klarem Geist setzt mein Gestern-Ich mir einen konstruktiven Rahmen, damit mein gestalterisches Ich am folgenden Morgen voller Freude an allen Mindfucks vorbei direkt ins Gestalten und Kreieren hüpfen kann. Und nun? Optionen statt klarer Führung.
Während ich heute morgen in Steglitz am Zaun des botanischen Gartens entlang lief, fühlten sich alle Optionen nicht stimmig an. Das kenn ich schon. Es ist halt nicht der Moment zu entscheiden, was jetzt Sinn macht. Machen, worauf ich Bock habe, nicht erst entscheiden, worauf ich Bock haben könnte. Ich möchte hören, dass ich etwas machen soll, worauf ich sowieso unendlich Lust habe. Damit’s stimmig ist.
Wenn sich alles nicht stimmig anfühlt, beginne nicht mit irgendwas
Die Liste, was ich denke tun zu müssen, ist oftmals länger als das, was wirklich getan werden muss. Die Liste der Dinge, die getan werden müssen*, ist wiederum länger als die Dinge auf die ich Lust habe. Und die Liste auf die ich Lust habe beinhaltet nur einen Punkt, der der nächste Schritt sein kann.
*müssen gibt es für mich nicht. Nichts muss. Wenn ich schreib müssen, mein ich immer, was man denkt zu müssen.
Sag mir nicht, das kennst du nicht.
Ich nenne ihn mal: den gefürchteten stimmigen Schritt.
Ich bin voller Wertschätzung für mich. Versteh mich nicht falsch. Auch voller Wertschätzung für dich. Nur: dieses stimmigsein-müssen nervt mich. Einer meiner kontroversesten Glaubensssätze ist: „Es muss sich stimmig anfühlen.“
Ich brauch das tatsächlich, damit ich umsetzungsstark bin. Manche nennen das den Weg des geringsten Widerstandes. Andere nennen es Flow oder seiner inneren Stimme folgen. Was sich nicht stimmig anfühlt, ist für mich automatisch mit Widerstand behaftet.
Dieses Stimmigsein-müssen nervt mich, habe ich gerade geschrieben. Es nervt mich nur dann, wenn ich mich nicht sicher fühle. Ansonsten finde ich es sehr geil, wenn ich einen Weg finde, das zu tun, was sich stimmig anfühlt.
Manchmal denke ich zwar an fiktive krass Businessmenschen, die sich strategisch sinnvolle Schritte vornehmen und die dann einfach gehen. So zack zack. Im Sinne von: „Ich gebe mir einen Befehl und führe diesen aus, unabhängig davon, was für innere Stimmen sich sonst noch melden.“
Doch dann wird mir klar: Selbst, wenn es diese Menschen gibt, ist es bei mir nun mal anders. Mein Motor für die leidenschaftliche Gestaltung von ChatGPT-Lösungen für Workflows, Marketing, Mind-Austrixungen und stimmiger Kundengewinnung, springt nur an, wenn ich meinen Bock anstelle.
Wenn ich merke, dass sich nichts, auch wirklich g a r nichts stimmig anfühlt, dann will auch mein Bock nicht angehen. Doch damit ich trotzdem ein erfüllten Tag habe, fange ich an mein wahres Ich freizuschaufeln. Das ist nämlich im Kern immer stimmig.
Statt also mit irgendetwas zu starten von den Dingen, die alle nicht so sexy mit meinem Körper resonieren, weiß ich: jetzt ist mein Nervensystem dran. Regulieren, sofort!
„ChatGPT, reguliere mein Nervensystem“ ist der Prompt, nicht!
Jede Unternehmerin bringt etwas anderes in Stimmung. Aber wenn ich direkt tanze, einfach drauf los schreibe oder singe, dann komm ich zwar oft in Stimmung. Nur wenn in der Basis ein Gefühl von Unsicherheit ist, fühlt sich das wiederum nicht stimmig an.

Ich sag gar nicht, dass das nicht vertrackt ist. Ist sehr vertrackt und nervig, dass sich immer alles so stimmig anfühlen muss. Weil ja sonst keine Umsetzung passiert. Bei mir.
Also, was mache ich, wenn ich merke, dass mein Nervensystem durchdreht? Ganz einfach: Das, was ich derzeit immer tue, wenn sich mir eine neue Aufgabe zeigt: Ich baue ein CustomGPT mit OpenAI. Ein Glück habe ich bereits eines für einen solchen Nervensystem-Fall schon vor einer Woche gebaut.
Das, was mir jetzt hilft, heißt JoeGPT, denn es ist angelehnt an Joe Dispenza. Ich meditiere nach seinen Formula seit über 5 Jahren täglich jeden Morgen. Es gibt viele Wege zu meditieren und ich habe diesen gewählt. Mehr als Meditation: Joes Meditationen sind Körper- und Energiearbeit. Das GPT bildet die Weltsicht von Joe Dispenza ab. Es hilft mir meine Herausforderung so zu bewältigen, das zuerst ein Weg gefunden wird, mich selbst zu regulieren. Ich habe bereits eine klare Vorstellung davon, welche Aufgaben gerade um mich herum präsent sind, auf welche ich Lust habe und bei welchen ich Dringlichkeit spüre.
Auch heute weiß ich, was das Beste für mich ist: erstmal zuhause ankommen, mir Kaffee machen und meditieren. Mit meinem Tischfelsen.

Ich gebe also in mein JoeGPT sprechend ein, wie ich mich fühle, was meine Gedanken sind, was ich denke tun zu müssen und wie ich mich bei der jeweiligen Aufgabe fühle. Schon während dem Sprechen wird mir klar, was mich am meisten ruft und teile das mit. Das Beste für mich ist immer einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Da öffnet sich in mir ein Feld. Ich gucke nicht, was ich ALLES heute machen werde, sondern: was ist das erste, auf das ich Lust habe.
Heute war es eine ganz schöne Menge, was ich dachte tun zu müssen. Nichts davon fühlte sich stimmig an. Das ist verdächtig. Und so ist meine Lösung, das Nervensystem anzugehen und zu meditieren.
Lösung ist da. ChatGPT braucht es jetzt nicht mehr, oder?
Richtig! Und doch. Lass mir dir zeigen, mit was JoeGPT mich verblüfft hat:
Du bist nicht unentschieden, weil es zu viele Optionen gibt.
Du bist unentschieden, weil zu viele Identitäten gleichzeitig aktiv sind.
Ich benenne sie klar:
- Die Gestalterin – will kreieren, Podcast reflektieren, Systeme bauen.
- Die Verwalterin – Kundin antworten, GPT „fertig machen“, funktionieren.
- Die Fühlende – Nähe, Traum, Verletzbarkeit, emotionale Offenheit.
- Die Bedrohte – Vermieterin, Schimmel, Kontrolle von außen.
Dein Nervensystem versucht gerade, alle vier gleichzeitig zu regulieren.
Das geht nicht. Deshalb entsteht Stau.
Das ist keine fehlende Klarheit.
Das ist Überlagerung von Zuständen.
„Warum entscheide ich mich gerade nicht?“
👉 Weil dein System Sicherheit sucht, nicht Richtung.
Entscheidungen brauchen stabile Grundchemie.
Die ist gerade noch nicht gesetzt.
- Kein neues GPT testen
- Keine Inhalte sortieren
- Keine große Sinnfrage beantworten
- Keine Entscheidung erzwingen
All das wäre kognitiver Druck auf ein sensibles System.
👉 Zuerst das Nervensystem, dann der Tag.
Nicht umgekehrt.
„Vielleicht habe ich einfach noch nicht meditiert.“
Aber nicht um produktiv zu sein,
sondern um die Identitäten zu entkoppeln.
„Welche eine Identität darf heute führen?“
Nicht: Was mache ich heute?
Sondern: Wer darf heute handeln?
Radikale Stimmigkeit – was mich daran triggert
Erstmal Frage: Hab ich die radikale Stimmigkeit eigentlich gerade erfunden? Sie kam vorhin in meiner Meditation mit dem Stein.
Ehrlich. Ich denke. Radikale Stimmigkeit dient niemandem. Wer radikale Stimmigkeit herstellen will, der kämpft gegen Nuancen. Der redet von Intuition und will sich auf ein Gefühl verlassen können. Der will die innere Stimme bedingungslos lieben und ihr immer lauschen und folgen.
Ich würde gerne Punkt. AUS. sagen. Lass uns das mit der radikalen Stimmigkeit lieber nicht machen wollen.
Aber ich sage auch: Damn it! Für mich geht’s nicht anders.
Oder doch?
Es klingt ja so hart. So als würde ich dann unliebsame Dinge im Business nicht machen. Ich habe nur das Glück, dass ich diese Stimmigkeit auch für Tätigkeiten herstellen kann, die nicht meine Genius Zone sind. Wenn ich stark genug den Benefit fühle, dann geht es. Also, wenn ich in einem Launch-Prozess meines RAUMFORMEL-Programms für Coaches bin, dann fühlt es sich irgendwann – zugegeben oft kurz vor knapp – stimmig an, die Landingpage endlich zu finalisieren. Ich würde niemals aus Jux und Dollerei eine Landingpage bauen. Aber ich kann mich drauf einlassen, sie irgendwie zusammenzuschustern, mir Feedback einzuholen, sie zu überarbeiten und dann alles in seiner Klar- oder Unklarheit in Kauf zu nehmen.
Das kann sich sehr wohl stimmig anfühlen.
Ich habe das Glück, dass ich bedingt gerne technische Fragen löse, aufgehe im Schreiben und als Leiterin von Gruppencoachings innerlich erfüllt bin. Das macht es einfacher. Aber dafür gibt es bei mir wenig fancy Karoussel-Posts auf Instagram. Weil es sich meist nicht stimmig anfühlt, Zeit dabei zu vergeuden, Text auf Style-Untergrund zu heben, selbst wenn ich Vorlagen habe. Irgendwas stört mich. Da gibt’s die radikale Stimmigkeit nicht. Und doch mach ich’s manchmal. Ich will es nur irgendwie gemacht haben. Das ist stimmig für mich.
Ich sag dir jetzt mal, was mich an der radikalen Stimmigkeit triggert. Zunächst aber der Hinweis: Schon witzig, das etwas, was ich gerade selbst erfunden habe, mich triggert.
Mich triggert daran eine Vorstellung. Die Vorstellung eines Menschen, der nicht ins Tun kommt, weil er meint, dass es sich nicht stimmig anfühlt. Der die Stimmigkeit benutzt als Ausrede, um in der Komfortzone bleiben zu dürfen. Mich triggert, dass andere das triggern wird und ich dann sagen können will: So ist es nicht gemeint. Nur, das kann ich nicht sagen. Es wirkt ja genau so. Es ist solange eine Ausrede, wie nichts passiert deswegen.
Meine Herausforderung ist es, einen Weg zu finden, in diese Stimmung zu kommen, dass Bock entsteht. Ist gleich Radikale Stimmigkeit!
„Weil ich so bin.“
Ich finde es einfach geil, was entsteht, wenn es flowt, wenn es in Alignment ist, wenn es meins ist. Im Grunde ist es ja nur eine Begrifflichkeit. Radikale Stimmigkeit. Das ist nur ein anderes Wort für sich selbst finden und das Potenzial zu entfalten, was eh in einem angelegt ist. In mir. In dir. In uns.
Es könnte sogar sein, dass jede das braucht. Und wer es nicht für sich sucht, darüber die Augen rollt oder wegklickt, würde viel lieber weiter über die eigenen Widerstände gehen, als sich einzugestehen, dass sie etwas tut, das sie eigentlich nicht will.
Wie wir nicht anders können als unseren Weg zu gehen
Wenn du weißt, was gut für dich ist. Unter welchen Bedingungen du in Aktion kommst, dann weißt du, welchen Prozess du durchläufst, der dich in Umsetzung bringt. Und in dem Moment bist du die wahre KI-Queen. Du bleibst bei dir, während du gleichzeitig smart künstlich intelligent erweitert bist.
Wenn es eins gibt, das unbedingt sein darf, ist es, das Zepter in der Hand zu behalten und die eigene Expertise zu verstärken.
Ja, ich könnte sagen: Ich habe ja gewusst, dass Meditation jetzt für mich wichtig ist. Ich habe JoeGPT gesagt, dass ich eine saubere Reihenfolge brauche, wie ich Dinge tue und dass ich lernen will, mehr noch in mich reinzutunen. Wirklich auf Mikroebene zu prüfen: Ist das, was ich gerade mache, stimmig? Arbeite ich hier für oder gegen mein inneres Prinzip?
KI kann nur in dem Moment auf persönlicher Ebene funktionieren, wie du selber weißt, was du bräuchtest. Dann kannst du es verstärken und anweisen. Du kannst das Weltbild hinterlegen, nach dem du deine jetzige Situation bewertet haben möchtest und dir dabei Unterstützung holen.
So wie ich, wenn ich das Ziel habe, mit JoeGPT zusammen eine Abfolge festzulegen, was ich tue, wenn ich von meinem Spaziergang nachhause komme. Das sieht dann so aus:
Wenn du dir jetzt gerade denkst: Crazy! Da gibt Tanja aber Verantwortung ab.
Jein, sage ich. Ich will umsetzungsstark sein heute. Ich tanze lieber mit der Stimmigkeit, als diesen Tag damit zu beenden, meinen Zielen nicht näher gekommen zu sein. Ich bringe mich lieber in Stimmung. Egal, woher der nächste logische Schritt kommt. Her damit.
Wenn jemand sagt: Ui, was für eine mikroskopische kleine Lösung für ein – zugegeben – triviales Thema wie erst Kaffee, dann meditieren, dann entscheiden – ist dieser Mensch denn umsetzungsstark und in absoluter Fülle?
Oder tickt dieser Mensch vielleicht anders als ich? Menschen sind unterschiedlich. Nicht jeder braucht es so krass stimmig. Oder doch?
Und da wären wir: Wie stimmig brauchst du’s? Und hast du die Lösung für dich, um aus Unproduktivität in deine Produktivität zu kommen? Welche Rolle spielt Stimmigkeit dabei?
Dir gefällt, zu lesen, was ich schreibe und du willst dich so richtig eingraben in das Thema ChatGPT und achtsame Integration davon und Empowerment eigene Workshops zu geben, dann empfehle ich dir mein Buch „ChatGPT Magie für Coaches“.
Schreib mir an hallo@tanja-zilg.de für eine Ausgabe mit Widmung oder hol dir das Buch auf Amazon.

FAQ zu diesem Blogartikel
1. Wie kann ChatGPT bei der Regulation des Nervensystems helfen?
Tanja Zilg beschreibt ChatGPT als einen strukturierenden Reflexionsraum, der hilft, Gedanken zu ordnen und innere Zustände bewusster wahrzunehmen. Durch Klarheit kann mehr innere Sicherheit entstehen, was die Selbstregulation des Nervensystems im Alltag unterstützen kann. ChatGPT ersetzt dabei keine therapeutische Arbeit, sondern dient als ergänzendes Werkzeug zur Selbstführung.
2. Ersetzt ChatGPT Therapie oder somatische Arbeit?
Nein. Tanja Zilg macht im Artikel deutlich, dass ChatGPT kein therapeutisches Tool und kein Ersatz für professionelle Begleitung ist. Es wird als unterstützendes Instrument genutzt, um Selbstreflexion und innere Orientierung zu fördern – nicht als Methode zur Behandlung oder Heilung.
3. Wie wird ChatGPT im Artikel konkret genutzt?
Tanja Zilg nutzt ChatGPT über gezielte Prompts, um innere Spannungen, widersprüchliche Anteile und Entscheidungsblockaden sichtbar zu machen. Der Fokus liegt nicht auf Optimierung oder Leistungssteigerung, sondern auf Verstehen, Einordnen und innerer Klärung.
4. Für wen ist dieser Ansatz mit ChatGPT geeignet?
Der beschriebene Ansatz richtet sich vor allem an Selbstständige, Coaches und Unternehmer:innen, die produktiv sein möchten, ohne ihr Nervensystem zu übergehen. Tanja Zilg spricht Menschen an, die innere Sicherheit und Stimmigkeit als Grundlage für nachhaltiges Handeln im Business sehen.
5. Was bedeutet „radikale Stimmigkeit“ in diesem Kontext?
Tanja Zilg beschreibt radikale Stimmigkeit als die bewusste Entscheidung, nicht gegen innere Signale zu arbeiten. Handeln entsteht aus einem regulierten Nervensystem und innerer Klarheit – nicht aus Druck, Angst oder äußeren Erwartungen.

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